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Zweiter Kongress Automotive-Mittelfranken in Ansbach

Für die Automobilindustrie gibt es im derzeitigen Aufschwung enorme wirtschaftliche Potenziale. Gleichzeitig haben immer mehr Unternehmen Probleme, Stellen für qualifizierte Fachkräfte zu besetzen. Auf dem zweiten Kongress „Automotive-Mittelfranken“ der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm in Ansbach präsentierten sich Auto-mobilzulieferer aus ganz Mittelfranken und diskutierten mit Vertretern der Hochschule und Studenten darüber, welche Maßnahmen zur Fachkräftesiche-rung nötig sind.

Dr. Wolfram Anders, Regionalvorsitzender der bayme vbm Region West-Mittelfranken, erläuterte in seiner Begrüßung, dass die Region mit mehr als 70 Unternehmen aus dem Automobil-Zulieferbereich ein bedeutendes technologisches Zentrum in Bayern darstelle. Darüber hinaus existiere mit der Hochschule Ansbach eine moderne Bildungseinrichtung, für die der Technologietransfer eine zentrale Rolle spiele. „Es bietet sich daher an, im Zentrum dieses Clusters eine Plattform zu etablieren, die die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Zulieferern und der Forschung weiter verbessert“, so Anders weiter. Vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen könnten in besonderem Maße von der Kooperation mit Hochschulen profitieren und so ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Große Chancen liegen für die deutsche Automobilindustrie derzeit vor allem im Bereich der Energieeffizienz und der Elektromobilität. Doch um diese Potenziale zu nutzen, sind gut ausgebildete Mitarbeiter eine Grundvoraussetzung. „Bereits in fünf Jahren rechnen wir demografisch bedingt mit einer Lücke von 520.000 Arbeitskräften allein in Bayern“, betonte Anders. Es sei deshalb ein Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung nötig, das unter anderem eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, eine Bildungsoffensive, die Verlängerung der Lebens- und Wochenarbeitszeit sowie eine effektive Zuwanderungspolitik beinhalten müsste.

Um den Vorsprung der deutschen Automobilindustrie zu halten und für einen nachhaltigen Aufschwung zu sorgen, kommt es laut Anders auf die richtigen politischen Weichenstellungen an: „Wir brauchen stabile Arbeitskosten, stabile Finanzmärkte und Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Zudem müssen wir weiter konsequent auf unsere Industrie, Export und Innovationen setzen.“

(bayme vbm)


 


 

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