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ARAG Trend

Skepsis bei Lebensmittelqualität - aber kaum einer ändert sein Verhalten

Wie viel Hilfe bedeutet das Etikett "bio"?

Mit Blick auf die offenbar regelmäßig wiederkehrenden Lebensmittelskandale stellt sich die Frage nach den Alternativen zur industriellen Nahrungsmittel-fertigung. Insgesamt halten 15,3 Prozent der Deutschen Bio-Produkte für die gesündere Alternative und kaufen diese überwiegend oder sogar nur noch. Dabei unterscheiden sich die Akzeptanzwerte zwischen dem Westen und dem Osten der Republik deutlich: Während 18,2 Prozent der Westdeutschen überwiegend auf Bio-Produkte setzten, sind es im Osten lediglich 4,4 Prozent. Immerhin meinen ein Viertel aller Westdeutschen (25,8 Prozent), auch Bio-Produkte seien belastet und deren Verzehr mache gar keinen Unterschied. In den neuen Bundesländern liegt diese Skepsis mit 37,3 Prozent sogar noch höher.

Mit den unterschiedlichen Einkommensverhältnissen in Ost und West ist dieser hohe Akzeptanzunterschied von Bio-Produkten nicht zu erklären. In Ost wie West erklärten je 16,5 Prozent der Befragten, dass sie sich Bio-Ware nicht leisten können. Insgesamt scheint die Bereitschaft der Deutschen, mehr Geld für eine gesündere Ernährung auszugeben, gering zu sein: Lediglich 9,5 Prozent gaben an, dafür bewusst tiefer in die Tasche zu greifen.

Nachwirkungen der Skandale sind schwach

Nach dem letzten großen Lebensmittelskandal um Dioxin im Futtermittel für Hühner ging der Abverkauf von Eiern drastisch zurück, bei unbelasteten Bio-Eiern hatten Supermärkte demgegenüber Engpässe. Die ARAG wollte wissen, wie nachhaltig solche Reaktionen der Verbraucher auf längere Sicht sind. Jeder Fünfte (20,4 Prozent) antwortete, er hätte schon einmal das Ess- und Einkaufsverhalten nach einem Lebensmittelskandal geändert. Von längerer Dauer waren die guten Vorsätze aber nur bei 11,4 Prozent der Befragten. Das bedeutet, dass praktisch 80 Prozent der Deutschen ihr Ernährungsverhalten auch kurzfristig nicht angepasst haben.

ARAG Trend: Im Rahmen ihrer allgemeinen Markt- und Gesellschaftsforschung führt die ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG seit 2007 in Zusammenarbeit mit TNS Emnid Befragungen zur Einschätzung der Bürgermeinungen in Deutschland durch. Die Umfrage "ARAG Trend" findet jeweils im Frühjahr und im Herbst statt. Dabei werden mehr als 1.000 Menschen befragt.

(lifepr )


 


 

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