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Arcandor-Aktie wird wieder zu Zockerpapier

Obwohl es im Insolvenverfahren von Arcandor heute keinen besonderen Kaufanreiz für Aktionäre gab, stößt die Aktie des Konzerns auf enormes Anlegerinteresse. Die Papiere machten bei rund 12,5 Millionen gehandelten Stücken zur Mittagszeit in Frankfurt rund 30 Prozent an Boden gut.

Experten gehen davon aus, dass es sich bei dem Phänomen um eine verspätete Fortsetzung jener kurzfristiger Transaktionen mit der Arcandor- Aktie handelt, die schon kurz nach Anmeldung der Insolvenz beim Essener Landgericht auftraten. Anleger versprechen sich durch schnelles Kaufen und wieder Verkaufen der Wertpapiere dabei in kurzer Zeit einen verhältnismäßig hohen Gewinn .

Die Zerschlagung des Arcandor-Konzerns ist ungeachtet der Kursexplosion nach wie vor in vollem Gange. Die Gläubigerbanken hatten zuletzt ihre Beteiligung an der ertragreichen Arcandor-Tochter Thomas Cook über die Londoner Börse vollständig verkauft. Es ist davon auszugehen, dass der Preis von 240 britischen Pence je Aktie ihnen einen Gesamterlös von 1,04 Milliarden Euro eingebracht hat.

Damit könnten auch die Chancen auf einen Verkauf der einzelnen Konzernteile durch Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg erheblich gestiegen sein, denn durch den erzielten Erlös wäre Arcandor seine beträchtlichen Schulden auf einen Schlag los. Die Gläubigerbanken hätten somit keinen Zugriff mehr auf die ebenfalls verpfändeten Gesellschafterrechte für Karstadt und Quelle.


(Redaktion)


 


 

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