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Arcandor: Fünf QTC schon nächste Woche zu

Vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Touristik- und Handelskonzern Arcandor geht es drunter und drüber. Wie jetzt bekannt wurde, schließen die fünf ersten Quelle-Technik-Center (QTC) bereits Ende nächster Woche. Gestern erfuhren die Mitarbeiter von ihrer Kündigung. Parallel wurde bekannt, dass neben Konzernchef Karl-Gerhard Eick noch weitere Vorstandsmitglieder auch nach Abwicklung des Unternehmens garantierte Bonuszahlungen erhalten werden. Auf Millionen verzichten muss hingegen Ex-Vorstand Thomas Middelhoff.

Das es nun doch so schnell gehen würde, hatte niemand erwartet. Zwar hatte Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg Mitte August verkündet, die defizitären 109 QTC "in Kürze schließen" zu wollen, doch die Diskussionen über den geplanten Abbau von insgesamt 3.700 Stellen bei Primondo entwickelt sich immer mehr zur Hängepartie. Gestern wurde den Betroffenen in Moers, Ingolstadt, Leipzig, Berlin-Spandau und Mainz mitgeteilt, nur noch bis Ende kommender Woche einen Job zu haben. Besser sieht es für die Standorte in Regensburg und Freiburg aus, dort sollen Megastores der Tochter Küchen Quelle die Immobilien übernehmen.

Währenddessen bringt sich der Arcandor-Vorstand für die Zeit danach in Stellung. Wie berichtet wurde, erhält Konzernlenker Eick innerhalb der nächsten fünf Jahre je zwei Millionen Euro von Arcandor-Groß aktionär Sal. Oppenheim für seine knapp halbjährige Amtszeit an der Spitze des Unternehmens. Die vom ehemeligen Telekom-Manager in den Vorstand berufenen Arnold Matschull (Einkauf) und Zvezdana Seeger (Atrys) erhalten ebenfalls Boni in Millionenhöhe. Verlustreich ist die Arcandor- Insolvenz jedoch für Ex-Vorstand Thomas Middelhoff. Er erhielt erst die Hälfte seines "Ausstiegspaketes" von vier Millionen Euro, nun zählt auch er zu den "nachrangigen Gläubigern" (wir berichteten).

(Redaktion)


 


 

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5 Kommentare

von camillo17
28.08.09 10:43 Uhr
Middelhof gründet Transfergesellschaft für Quelle ?

Wenn Middelhof auch nur noch einen Funken Anstand hätte,würde er die bereits kassierten Millionen zurückgeben.Dann könnte man die Transfergesellschaft für die Mitarbeiter gründen.Diese haben Ihre Arbeit ,im Gegensatz zu Middelhof,immer korrekt gemacht und gehen trotzdem leer aus !Hauptsache auch der neue Vorstand kriegt sein Geld,kaum 3 Monate da und abgesichert !Mitarbeiter 30 Jahre da,kriegt nur Arschtritt !
Scheißspiel ,oder ???????

von Meine Quelle
28.08.09 10:59 Uhr
Verdi Ade

Es ist kaum zu Glauben was sich zur Zeit bei Arcandor abspielt , aber
was machen die Betriebsräte und Verdi ? Kein Wunder wenn den Gewerkschaften die Mitglieder in scharren davon laufen .

von Axel Müller
28.08.09 11:01 Uhr
Besuch

Man sollte Herrn Middelhoff mal einen Besuch in Essen abstatten.
So etwas wird in anderen Ländern auch gemacht. Wir hier in Deutschland kennen so etwas leider nicht.

von egal
28.08.09 12:26 Uhr
Vorstände

Womit hat ein vorstand anrecht auf abfindung , der bekommt ja wohl mehr als genug Gehalt !!! und die Mitarbeiter werden damit das Schiff
wieder in fahrt kommt gekündigt bzw. bekommen weniger Gehalt .
wer weiss ob die mitarbeiter deren Kündigung schon fast beschloßen ist überhaupt eine abfindung bekommen ( wer schon seit Jahren dort angestellt ist). die Regierung müsste erstmal die abfindungen der vorstände streichen , die bekommen schliesslich genug Geld um darüber nachzudenken wie man ein Schiff was fast gesunken ist wieder flot bekommen sollte.

von von Karstadt
28.08.09 13:11 Uhr
Geld -wo für blos?

Wieso-warum-wozu,bekommen diese Leute überhaupt Geld ausbezahlt,dass gerechterweise den Quelle
Mitarbeiterinnen/tern zu steht?Welch,moralisch total verkommer Betriebswirt,handelt solche Verträge aus.
Und was brauchten Vorstände überhaupt Abfindungen,wenn der Betrieb ,Insolvenz angemeldet hat oder wird.
Diese Leute haben keinen Anspruch darauf,sondern nur,als eine Art von Erfolgsbonus,aber nicht noch den
Leuten im Betrieb Ihr Geld wegzuschnappen.Und das Sclimme ist noch,es wird sich nichts daran ändern,
weil alle diese Vorstände ihre Drähte zur Politik,Bankern usw.pflegen,da wird doch kein Mensch seinem
Geldbruder ein Auge aushacken.Und auch noch: im September gewinnt die CDU/SPD die Wahlen und 2010werden die Steuern erhöht,dann schluchzen alle der Wähler wieder.
Ich hoffe immer noch,es gibt irgend eine Lösung,wie Transfergesellschaften ,wo die Mitarbeiterin/er möglichst schnell weider einen Arbeitsplatz bekommen oder umgschult werden.
In diesem Sinne ........Grüsse aus dem Süden

 

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