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Arcandor: Investoren wollten Quelle-Geschenk nicht

Am Ende war es eine Vielzahl von Gründen, die zum Aus des Fürther Traditionsunternehmenens Quelle führten. Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg erklärte bei der vermutlich letzten Quelle-Pressekonferenz, dass bereits die Kündigung des Factoring-Verfahrens im Juni ein erster Todesstoß für Quelle war.

Mit den dramatischen Worten "Die Lebensgrundlage für viele Menschen hat aufgehört zu existieren", eröffnete Görg die Pressekonferenz. Sichtlich bewegt schilderte der Rechtsanwalt, dass es ihm in der vorherigen Betriebsversammlung nicht leicht gefallen sei, die Quelle- Liquidation zu verkünden. Bis auf ein Rumpfteam für den Abverkauf der Waren sowie einigen Mitarbeitern aus den Bereichen Personal und Buchhaltung werden wohl alle Beschäftigte in Fürth und Bayern zum 1. November ihre Jobs verlieren. Schwacher Trost: Das Oktober- Gehalt wird noch ausbezahlt. 

Besser hingegen sieht es für die Primondo-Spezialversender sowie für HSE 24 aus, die bislang nicht von der Quelle- Insolvenz betroffen waren, aber ebenfalls zur Primondo-Gruppe zählen. "Wir sind zuversichtlich, 3.000 bis 4.000 Stellen erhalten zu können", sagte Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich. Auch für Profectis und kleinere Einheiten der Call-Center gebe es Interessenten. "Wir hoffen, hier gut und schnell verkaufen zu können", ergänzte Görg.

Die letzten Stunden des Universalversenders Quelle verliefen nach Aussagen Görgs dramatisch. Selbst ein negativer Kaufbetrag - also ein Geldgeschenk - habe die Investoren letztlich nicht überzeugen können, bei Quelle einzusteigen, so Görg. Am Wochenende bot dann plötzlich ein nicht näher bekanntes Konsortium noch einmal überraschend um Quelle mit, doch Sonntag kam auch hier die Absage. Mit der vollständigen Quelle-Liquidation ist bereits binnen vier bis sechs Wochen zu rechnen, auch die geplanten Transfergesellschaften kommen nun nicht zustande.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Schade!!
20.10.09 18:50 Uhr
Wann wären wir uns?

Da sieht man erneut wie das im realen turbokapitalistischem Wirtschaftsleben funktioniert.Die Manager bekommen einen goldenen Fallschirm und die Mitarbeiter im besten Fall ein Wegbeschreibung zur Arbeitsargentur.Oft noch nicht einmal dies!So werden die Mitarbeiter vom supertollen Management mit Illusionen und den eigenen Hoffnungen vernebelt.Was für ein perverses Wirtschaftssystem.Jetzt ist nur noch Karstadt übrig.Ich hoffe die Insolvenzverwaltung wacht endlich auf,und versucht wenigstens bei Karstadt zu retten was noch zu retten ist.Denn mit Illusionen ist niemanden geholfen! Frohe Weihnachten....

 

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