Weitere Artikel
Arcandor

Arcandor: Insolvenzverwalter von Quelle-Aus überrumpelt?

Nach der überraschenden Quelle-Liquidation läuft nun die Suche nach den Schuldigen. Besonders im Fokus: Die Rolle von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg während des vergangenen Wochenendes. Und auch die Banken scheinen sich nicht gerade für einen Fortbestand von Quelle eingesetzt haben.

"Aus Sicht der Insolvenzverwalter war Quelle übernahmefähig. Wir sind sehr betroffen und überrascht, dass Unternehmen nicht an den Mann gebracht zu haben", sagte der für Quelle zuständige Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich, der zum Team von Görg zählt. Nach diese Lesart bleiben aber immer noch einige Fragen offen: Wenn Quelle allein übernahmefähig war, warum wurde dann derart lange an einem Primondo-Gesamtverkauf festgehalten? Und warum bezeichnete Görg das Quelle-Geschäftsmodell dann später als nicht tragfähig?

Problematisch ist sicherlich, dass die Insolvenzverwalter für etwas gerade stehen müssen, woran sie überhaupt nur mittelbar beteiligt waren, denn sämtliche Verhandlungen mit Investoren oder Interessenten wurden von der Quelle-Geschäftsführung geleitet. Nach Angabe Nerlichs hatte Quelle unter besonders belastenden Miet- und Serviceverträgen zu leiden. Warum, so die legitime Frage, hat man sich dann nicht schon viel früher um eine Lösung bemüht? Vie zu lange wurde aus Sicht der Mitarbeiter an einem Gesamtverkauf festgehalten. Nun ist es kein Ende mit Schrecken, sondern eine Totalpleite.

Ebenfalls undurchsichtig ist das Verhalten der Banken. Die für das Factoring bei Quelle zuständige Valovis-Bank bestreitet, überhaupt von Investorengesprächen gewusst zu haben. Görg hingegen behauptet, dass mindestens ein Interessent mit den Bankern gesprochen, aber brüsk abgewiesen worden sei. Klar ist, dass mindestens einer der Beteiligten in diesem Prozess lügt.

(Redaktion)


 


 

Quelle
Insolvenzverwalter
Görg
Banken
Investoren
Nerlich
Arcandor
Insolvenz
News
Ungereimtheiten
Wahrheit

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Quelle" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

6 Kommentare

von kaqe
22.10.09 17:01 Uhr
ES WIRD NUR NOCH GELOGEN

Was ist das für eine lügerei???
Wer denkt eignetlich an die Mitarbeiter???
Wer schläft seinen Schlaf nach dem Motto:da is nix raus zu holen,aus Quelle,warum soll ich da mein Geld reinstecken oder was sind das überhaupt für Investoren eigentlich???
Einer lügt hier gewaltig auf Kosten der Mitarbeiter oder was ist da los!Ist es nicht möglich oder sind das
total egoistische egozentrische Betriebswirte mit -O- Gehirn,die die Insolvenz abwickeln oder wer von den
:ich schau nur nach meiner Boni -Bänker,was soll das?In den letzten Jahren wurden wir von den
angeblichen,nichtsnützigen Managern von dem DREI SÄULEN KONZERN angelogen,weit über 100Mil.€
Gehaltsverzicht,ja ja...wir machen das schon,der Konzern war ja angeblich Besenrein,die Manger sind ja jetzt weg,mit Taschen voller Geld,dass den Mitarbeitern gehört,da kann ich nix mehr dazu sagen.
Was ist blos mit diesen Leuten los,die nur bla ..bla Bezriebswirte ,wann habt ihr euer Studium abgeschlossen und was soll das!!!Statt sich zusammen an einen Tisch zu setzten,die Karten(Finanzen usw.) offen zu legen,nö.. is nicht,man will ja nur eines,möglichst viel Geld in die eigenen Taschen stopfen.
Undurchsichtige Konzernführung und undurchsichtige Insolvenzabwicklung,einfach großartig****

von ehemaliger
22.10.09 18:27 Uhr
Quelle unterstützt Karstadt

Klasse, die Kohle geht von Quelle an Arcandor -
von Arcandor an Karstadt
KARSTADT gehts nun gut.
Ich denke Karstadt freut sich auch über den Quelle Ausverkauf,
dann gehts ihm noch besser.
Noch gar nicht lange her wo man davon gesprochen hat, das Quelle
wesentlich besser als Karstadt darsteht. Riesenfehler einen Insolvenzverwalter für die Karstadt und Quelle einzuschalten.
Meiner Meinung nach gibt es hier Interessenkonflikte zu Lasten von Quelle.

von packesel
22.10.09 21:11 Uhr
wahheit oder lüge

Im Logistikcenter Leipzig gab es heute eine Versammlung,auf der wieder mal an den Nerven der Mitarbeiter gezerrt wurde
Konkretes gibt es Montag ob Ausverkauf ja oder nein
gibt es Freistellung oder Kündigung wer bleibt
He
wollt ihr unsere Nerven testen,aber der Osten ist ja sowieso 2.Wahl,was gehen uns die Leute in Leipzig an

von MA
22.10.09 21:39 Uhr
IV

Görg hat sich doch bei der Pressekonferenz ständig wiedersprochen. Er ist meines achtens auch viel zu alt für so eine Herausforderung, der soll endlich in Rente gehen. Letzte Woche wurde schon mal geschrieben das alle Investoren abgesprungen sind, Görg hat es in einem Mitarbeiterbrief dementiert das noch alle 4 Investoren an Bord wären, das war gelogen. So wie ich das verstanden habe, hat er das auch zugegeben. Genauso lief angeblich der neue Testkatlog so gut, erst noch vor wenigen Tagen. Dann ist aufeinmal von heute auf morgen Schluss und die Kunden und Banken sind Schuld. Da ist doch was faul. Hier müßte auch die Staatsanwaltschaft einschreiten.
Man kann doch nicht einfach ca. 4000 MA auf die Straße schicken.

von Ex
23.10.09 10:27 Uhr
Kein Interesse an Fortführung

Selbst ein Fortführungsplan auf sehr niedrigem Niveau hätte zumindest einen Teil der MAs und die Marke retten können. Keiner hat in den vergangenen vier Monaten ernsthaft die Marke retten wollen. Das Kapitel ist für die MAs leider vorbei, aber das Buch noch nicht zu Ende. Es würde mich nicht überraschen, wenn sich in ein paar Monaten ganz seltsame Dinge rund um die Marke entwickeln würden.
Retten sieht anders aus; das war ein voreiliges Aufgeben!

von TheC
23.10.09 12:54 Uhr
Rolle der Valovis

Was viel mehr aufgeklärt werden muss, ist die besondere Interessenlage von Valovis. Valovis hat auf der einen Seite dem Factoring widersprochen und auf der anderen Seite ist Valovis der Gewinner des Ende von Quelle. Hier muss sicher noch einmal überprüft werden, was dagegegn unternommen wurde. Wenn Quelle als Ganzes weiter bestanden hätte, wäre an Valovis wohl nur sehr wenig Geld geflossen, mit dem aus von Quelle bekomme Valovis aber die gesamten Erlöse aus dem Verkauf der Spezialversender?! Da steckt wohl noch etwas mehr dahinter. Wenn dann in das Management der Valovis geschaut wird, sitzen dort zum Teil hohe Manager von Arcandor, welche als Chefjustiziar den ganzen Bockmist der letzten Jahre verbrochen haben.

 

Entdecken Sie business-on.de: