Sie sind hier: Startseite Mittelfranken Aktuell News
Weitere Artikel
Insolvenz

Arcandor: Kein Verkauf von Thomas Cook an Rewe

Die an das Banken-Konsortium um Commerzbank, Royal Bank of Scotland und BayernLB verpfändete Arcandor-Tochter Thomas Cook konnte noch nicht verkauft werden. Weder Finanzinvestoren, noch der deutsche Einzelhandels- und Touristik-Konzern Rewe haben für das Aktienpaket ein konkretes Angebot abgegeben.

Der Rewe-Konzern, zu dem auch Touristikunternehmen wie Tjaereborg, Dertour und ITS gehören, hatte zuvor Interesse am Ferienflieger Thomas Cook bekundet. Nun planen die Gläubigerbanken, die Aktien schon Anfang September an die Börse zu bringen und auf diese Weise nach neuen Investoren zu suchen, so Insiderkreise. Die beteiligten Banken sowie der Reiseveranstalter wollten sich dazu bislang nicht äußern.

Ein außerbörslicher Verkauf von Thomas Cook hätte sich für Arcandor insofern positiv auswirken können, als dass so höchstwahrscheinlich ein höherer Preis hätte erzielt werden können als auf dem Parkett. Durch den Verkauf des Gesamtpakets wäre ein Aufschlag auf den normalen Börsenpreis fällig geworden. Schließlich hätte der Käufer auf einen Schlag die Kontrolle über Europas zweitgrößten Reisekonzern erhalten. Der über die 1,5 Milliarden Pfand hinausgehende Betrag wäre dann der Insolvenzmasse des Konzerns zugeflossen.

Den Banken ist das Thomas-Cook-Aktienpaket zuvor als Pfand für einen 1,5 Milliarden Euro großen Kredit an den insolventen Handelskonzern Arcandor zugefallen. Für eine Mehrheitsbeteiligung hatten die Gläubigerbanken, allen voran die BayernLB, auf einen größeren Erlös gehofft. Die Arcandor-Kreditgeber wollen sich nun so schnell wie möglich von den Thomas-Cook-Aktien trennen.

(Redaktion)


 


 

arcandor
primondo
karstadt
quelle
thomas
cook
rewe
bayernlb
banken
insolvenz
jobs
arbeitsplätze

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "arcandor" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

1 Kommentar

von K. Arstadt
20.08.09 12:02 Uhr
Immer schön durch die Hose atmen...

Wenn jetzt die Banken die große Flatter kriegen, wird wieder mal eine Menge Porzellan zerschlagen. "Alle Mann von Bord - erst WIR, dann Frauen und Kinder." Der Erhalt von Arbeitsplätzen und damit auch dann Ertrag aus Investition ist wohl ein wenig aus der Mode gekommen. Wenn der "talentierte Mr. Middelhoff" schon die reiche Schwiegermutter verpfändet hat, wie hätte er dann wohl Ertag aus weiterer Investition generieren wollen?? Dafür grinst er uns allen immer noch freundlich und gut gebräunt von der britischen Insel aus entgegen und plant feixend schon den nächsten Schlag gegen die wirtschaftliche Ethik. Zum Middelhoff'schen Arcandor-Claim "committed to create value" noch folgendes aus dem Online-Wörterbuch Leo: "To be committed" könne auch "in Gewahrsam genommen werden" bedeuten, womit der Arcandor-Slogan einen vollkommen neuen Sinn ergebe, nämlich "ins Irrenhaus eingeliefert, um Wert zu schaffen". Na denn Prost!!

 

Entdecken Sie business-on.de: