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Arcandor: Neue Kündigungswelle bei Quelle droht

Bereits wenige Wochen nach der Entlassung von 3.100 Primondo- und Quelle-Mitarbeitern im Zuge der Arcandor-Insolvenz plant das Team um Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg nun offenbar eine zweite Entlassungswelle. Bis zu 600 Stellen sollen betroffen sein.

Mitte September hatte der Versandhändler Quelle tiefe personelle Einschnitte hinnehmen müssen. Nach Ende der dreimonatigen Schonfrist hatte das Anwalt-Team um Görg Konsequenzen gezogen und 3.100 Beschäftigten gekündigt. Damit sollte der Umbau vom Katalog- zum eCommerce-Anbieter vorangetrieben werden, wie der für Quelle zuständige Insolvenzverwalter Jörg Nerlich seitdem immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt.

Offenbar reichen die geplanten Schnitte aber bei weitem noch nicht aus, um eine vollständige Quelle- Liquidation noch zu verhindern. Nach Informationen, die mittelfranken.business-on.de vorliegen, sollen nun bis zu 600 weitere Jobs in Fürth auf dem Spiel stehen. Wie schon bei der ersten Entlassungswelle soll es Einschnitte quer durch alle Bereiche und Einheiten geben. Unterdessen wird spekuliert, ob diese Maßnahmen nur das Eingeständnis einer falschen Strategie seitens Görg sind oder ob damit doch noch der Einstieg eines Investors vorbereitet wird. 

(Redaktion)


 


 

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6 Kommentare

von EXMA
13.10.09 10:41 Uhr
so so

betrifft mich nicht mehr, ich war schon beim ersten mal dabei. War mir aber klar das noch mehr folgen werden. Der letzte macht das Licht aus

von Pfitzthum
13.10.09 10:57 Uhr
Ausverkauf der Seelen

Diese Maßnahme ist weder Eingeständnis einer falschen Strategie noch die Vorbereitung auf einen neuen Investor. Dies ist schlicht und einfach der Ausverkauf der Seelen. Quelle ist schon heute Geschichte.

von Denkender
13.10.09 10:57 Uhr
wie ALLE sind BLÖD

Warum hat man eigentlich die unmenschlichen Einzelgespräche vor 3 Wochen geführt und den verbleibenden Menschen Sicherheit vermittelt, um sie jetzt ein zweites mal zu quälen?
Da hat doch jemand richtig Spass daran und die sogenannten Arbeitnehmervertreter spielen wieder mit. In Frankreich wär das anders. So sieht die Wertschätzung für Quelle Mitarbeiter aus! "Überlebende" schaut genau hin - wie wird es weitergehen? Unsere Quelle präsentiert sich wieder einmal als "Familienfreundliches Unternehmen" - Mitarbeiter und Kunden werden für BLÖD gehalten - aber diese Ignoranz und Überheblichkeit wird Euch auf die Füße fallen.

von Mitarbeiter Quelle
13.10.09 11:20 Uhr
13.08. Kahlschlag bei Quelle

So neu ist es ja nicht mit den Kündigungen.Siehe Kahlschlag bei Quelle,da war schon die Rede von 3700 Mitarbeitern.Die einen früher ,die anderen später.Ende offen !

von Anonym
13.10.09 13:45 Uhr
Bild

"Bisher sollten bei Quelle rund 3700 der bundesweit 10 500 Stellen gestrichen werden. «Ich kann nicht ausschließen, dass die Zahl noch ein Stück nach oben geht», sagte der Sprecher von Primondo- Insolvenzverwalter Jörg Nerlich, Thomas Schulz, am Dienstag."

von C. Datene , ITellium
13.10.09 15:56 Uhr
QUELLE wird lebendig begraben

Ich muss kotzen , wenn ich daran denke, was aus dem kerngesunden QUELLE-Unternehmen gemacht wurde, ehemals Europas größtes Versandhaus. Seit dem verfluchten unglückseligen Zusammenschluss von Karstadt und Quelle begann doch absehbar der Countdown des Zusammenbruchs zu ticken.Es wächst nicht zusammen, was nicht zusammengehört. Nach dem Wegmobben von Herrn Dr. Achenbach hatten doch bei Karstadt/Quelle diejenigen das sagen, die von der Materie doch keine Ahnung hatten und nachweislich nur an ihrem eigenen Profit interessiert waren . Mit einer Ausnahme glaubte doch kein Vollidiot daran, so einen Zusammenschluss nur als reines Finanzimperium abwickeln zu können. Das Schicksal tausender Kolleginnen und Kollegen war doch z.B. dem Middelhof und seiner Seilmannschaft Scheiss egal . Hier zeigte die Fratze des Kapitalismus ihr ungeschminktes Gesicht. Ich hoffe sehr, daß solche Herren bald zur Rechenschaft gezogen werden. Nicht umsonst wurden hunderte Firmen-Laptops von der Staatsanwaltschaft durchleuchtet .Desweiteren bedauere ich sehr, daß der Betriebsrat um Ernst und Beate keine wirksameren Mittel zur Arbeitsplatzerhaltung durchsetzen konnten. Requiestat in pace, Quelle mea !!!!

 

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