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Arcandor-Pleite wird zum Chaos-Puzzle

Die Arcandor-Insolvenz wird immer komplizierter. Bereits in den vergangnen Tagen wurden erste Insolvenzverfahren von Arcandor-Töchtern wie der Quelle Online GmbH an die Gerichte in Nürnberg und Fürth übergeben. Das erschwert für Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den Komplettverkauf der Versandhandelssparte Primondo, zu der auch Quelle zählt.

Und weitere Arcandor-Töchter könnten der Zuständigkeit Görgs entzogen werden. Ein Gutachten des Ulmer Rechtsanwaltes Michael Pluta - der die Märklin-Pleite begleitet - konstatierte, dass die Verfahren dort zu eröffnen seien, wo der "Mittelpunkt der selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit der Unternehmen" sei. Demnächst konnte also auch Foto-Quelle den anderen Quelle-Töchtern nach Franken folgen.

Damit werden Görgs Bestrebungen, Primondo komplett an einen neuen Investor zu verkaufen, immer schwieriger. Schon mit dem Plan, Arcandor komplett zu erhalten, war der Anwalt zusammen mit Konzernchef Karl-Gerhard Eick gescheitert. Ein Sprecher erklärte stattdessen, durch die Aufteilung der Primondo-Verfahren keine Schwierigkeitn zu erwarten, da es sich lediglich um "Randaktivitäten des Konzerns" handele.

Für Primondo intendiert Görg nun nicht mehr wie bisher ein Planinsolvenzverfahren, sondern eine übertragene Sanierung. Grund am Festhalten eine Primondo-Komplettverkaufs ist die zu aufwändige Sanierung von Verlustbringern wie Quelle. Sollte das nicht gelingen, ist wohl auch Primondo-Chef Marc Sommer seinen Job los. Der jahrelange Verlustbringer im Konzern, die Warenhaustochter Karstadt, hat hingegen beste Chancen die Pleite des Mutterkonzerns zu überleben. Und die übrigen 94 Mitarbeiter der ungeliebten Arcandor-Holding werden ab Dienstag damit beginnen, Bilder und Dienstwagen aus der Essener Zentrale zu verwerten.


(Redaktion)


 


 

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2 Kommentare

von TÜV
28.08.09 15:42 Uhr
Das wird auch Zeit.

"Soltle das nicht gelingen, ist wohl auch Primondo-Chef Marc Sommer seinen Job los."

von The last Quelleian
28.08.09 17:08 Uhr
Mehr als überfällig

"Soltle das nicht gelingen, ist wohl auch Primondo-Chef Marc Sommer seinen Job los."

 

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