Weitere Artikel
Arcandor

Arcandor: Die Hintergründe der Quelle-Pleite

Momentan laufen die Schuldzuweisungen, wer nun letztlich Schuld sei an der Quelle-Pleite, kreuz und quer durch die Medien. Für die Gewerkschaft ver.di sind es die Politik und Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, die Beschäftigten sind hingegen sauer auf Betriebsrat und Management.

Befragt zu den Hintergründen der Quelle-Pleite antwortete Görg gestern, dass es "multikausale Gründe" gegeben hätte. Mitnichten war also die vermeintlich abwehrende Haltung der Quelle-Hausbank Valovis, das Factoring -Verfahren zu verlängern, der ausschlaggebende Grund für die nun eingeläutete Liquidation des Fürther Traditionsversenders.Hinzu kamen nämlich noch der bei den Kunden erlittene Vertrauensverlust und die stark sinkenden Umsätze.

Innerhalb von nur vier Monaten war es für das Team der Insolvenzverwalter nahezu unmöglich, das Geschäft ohne liquide Mittel aufrecht zu erhalten. Zwar wurden für drei Monate die Gehälter von der Arbeitsagentur gestellt, dennoch mussten bereits Waren für Herbst/Winter 2010 geordert werden. Und schon im Juni gab es Irritationen um das Factoring, welches nur mit weiteren Sicherheiten seitens Quelle aufrechterhalten werden konnte. Damit fehlte weiteres Geld - Görg bezifferte die Summe gestern auf bis zu 80 Millionen Euro.

(Redaktion)


 


 

Quelle
Arcandor
Insolvenz
News
Pleite
Hintegründe
Insolvenzverwalter
Klaus Hubert Görg
Factoring
Valovis

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Quelle" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: