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Atomausstieg

Siemens will zum „grünen Riesen“ werden

Siemens-Chef Peter Löscher sieht im Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung eine große Chance für den Elektrokonzern.

Siemens kann Deutschland bei der Energiewende unterstützen, denn wir haben die notwendigen Technologien“, verkündete Löscher und erwartet einen Auftragsschub durch die Energiewende. „Siemens gehört zu den führenden Unternehmen bei erneuerbaren Energien, sauberen Gaskraftwerken und der verlustarmen Übertragung von Strom über weite Entfernungen“, so Löscher. Mit der Erfahrung als Nummer Eins bei Offshore-Windkraft sieht der Konzern seine Gelegenheit nun in Deutschland neue Windparks zu errichten und auch für die Anbindung an die Haushalte zu sorgen.

Weiter thematisierte Löscher die Sicherung der Energieversorgung nach dem Wegfall von 20 Gigawatt Leistung aus den Atomkraftwerken: „Je höher der Anteil der erneuerbaren Energien im Netzt, desto wichtiger sind sauberer Gas- und Dampf-Kraftwerke, um die Netzte stabil zu halten,“ führte Löscher aus, denn die Kraftwerke können in wenigen Minuten hochgefahren werden, wenn Sonne und Wind nicht ausreichen.

Löscher, der bei seinem Amtsantritt noch eine große Zukunft für die Atomtechnik gesehen hat, will Siemens nun zu einem „grünen Riesen“ umwandeln. In der ersten Hälfte des Jahres konnte der Konzern vor allem Wachstum in der Energiesparte verbuchen. Mit einem Auftragszuwachs von 51 Prozent sieht sich Löscher auf seinem neuen Weg bestätigt. Vor dem Hintergrund der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima kursieren immer wieder Gerüchte Siemens plane einen endgültigen Ausstieg aus dem Atomkraftsektor.

(Redaktion)


 


 

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