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Kienbaum-Studie

Automobilbranche: Flexibilität notwendiger denn je

Die westeuropäische Automobilindustrie musste 2008 einen drastischen Rückgang der Produktion hinnehmen: Wurden 2005 noch 14, 3 Millionen Autos produziert, waren es 2008 nur noch 12,9 Millionen. Für 2009 rechnet das Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen sogar lediglich mit 10,8 Millionen produzierten Pkw in Westeuropa.

Besonders schwierig war die Situation in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Für 2009 insgesamt sind die Kapazitäten der Automobilbranche nur zu 80 Prozent ausgelastet. „Obwohl sich die Automärkte weltweit erholen, müssen wir uns auch in Zukunft auf größere Produktionsschwankungen einstellen“, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen.

Deutsche Automobilindustrie kämpft mit starken Nachfrageschwankungen

Auf diese immer stärkeren Nachfrageschwankungen kann die deutsche Automobilindustrie noch nicht angemessen reagieren: In den vergangenen sechs Monaten konnten 93 Prozent der befragten Unternehmen eine Schwankung der Auftragslage bedingt bis gar nicht über schnelle Produktumstellungen, kürzere Entwicklungszeiten oder durch Variantenflexibilität ausgleichen. Das ergab eine gemeinsame Studie des Center Automotive Research und der Managementberatung Kienbaum. An der Studie mit dem Titel „Flexibilität als Lehre aus der Krise“, beteiligten sich mehr als 70 Unternehmen der Automobilbranche vom Automobilhersteller bis zum Rohstofflieferanten.

Produktvielfalt dämpft Schwankungen beim Auftragseingang

Insgesamt führt eine größere Produktvielfalt zu einer deutlichen Dämpfung der Schwankungen beim Auftragseingang: Unternehmen mit großer Produktvielfalt kämpfen mit 35 Prozent Schwankung im Auftragseingang, bei Unternehmen mit kleiner Produktvielfalt sind es hingegen 44 Prozent. Jedoch glauben 80 Prozent der befragten Unternehmen nicht daran, auf die Schwankungen über das Produktportfolio, sondern über Verschiebungen in Wachstumsmärkte und gesteigerte Vertriebsaktivitäten reagieren zu können. „Die Ergebnisse machen deutlich, dass fast flächendeckend an den strategischen Themen Diversifizierung und Kosteneffizienz durch höhere Volumenflexibilität gearbeitet werden muss“, sagt Martin Neuhold, Mitglied der Geschäftsleitung der Kienbaum Management Consultants in Düsseldorf.


 


 

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