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Automotive-Zulieferer unter Druck

Durch die Finanzkrise geraten nicht nur die Automobilkonzerne in Schwierigkeiten, sondern auch die Zuliefererbetriebe haben mit erhöhten Risiken zu kämpfen. So senkte der Nürnberger Automotive Zulieferer Leoni AG kürzlich seine Jahresziele, die Schaeffler AG aus Herzogenaurauch hat zusätzlich mit den Lasten der Conti-Übernahme zu kämpfen.

Der Geschäftsklimaindex für den industriellen Mittelstand sank im Oktober deutlich um 6,8% und verzeichnete damit den größten Rückgang seit 1991. Die Unsicherheit in der Branche ist greifbar: Der Dax-Konzern Continental aus Hannover baut zur Zeit massiv Leiharbeitsplätze ab, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal in die roten Zahlen rutschte. Im Vorjahreszeitraum konnte der Reifenhersteller immerhin noch 250 Mio. € einnehmen.

Conti-Groß aktionär Schaeffler plant angesichts der Krise ebenfalls Einschnitte. So soll die Produktion heruntergefahren und Arbeitsplätze abgebaut werden. "Wir werden möglicherweise nicht um Personalmaßnahmen herumkommen", sagte Gesellschafterin Maria-Elisabeth Schaeffler vor wenigen Tagen.

Wolfgang Meining von der Forschungsstelle Automobilindustrie (FAW) an der Universität Bamberg prognostiziert harte Zeiten für die Branche. Unternehmen mit einer hohen Kreditbelastung können in Schieflage geraten, zudem wird frisches Geld bei den Banken nur zu deutlich schlechteren Konditionen leihbar sein.

Die Bundesregierung hofft, mit ihrem Konjunkturpaket die Belastungen für die Automotive-Branche zu lindern: Die Steuerbefreiung für Neuwagen schafft Anreize zum Autokauf quer durch die Produktpalette, zudem können Zulieferer vom 15 Milliarden €-Kreditprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau profitieren.

(Redaktion)


 


 

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