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  • 05.08.2009, 09:16 Uhr
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  • Mainz/Düsseldorf (ddp)
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Die Bahn:

Bahn-Gewerkschafter kritisiert massive Mängel bei Güterzügen

In Deutschland sind derzeit nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Bahn-Gewerkschafters Frank Schmidt tausende Güterzüge mit instabilen Achsen und Rädern unterwegs. Ein Güterzugunglück wie im italienischen Viareggio mit 26 Toten Ende Juni sei daher jederzeit auch hierzulande möglich, sagte der Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft der Lokomotivführer in Nordrhein-Westfalen dem ZDF-Magazin «Frontal 21».

Das Problem sei der Bahn zwar bekannt, aber sie habe, wie andere Eisenbahnunternehmen auch, bislang keine konkreten Maßnahmen ergriffen.

Die in Viareggio gebrochene Zugachse sei baugleich mit den Achsen deutscher Güterzüge, sagte Schmidt. Das bestätigte laut ZDF-Bericht auch das Eisenbahnbundesamt und verwies darauf, dass in Deutschland derzeit 60 000 Güterwagen mit Radsatzwellen der betroffenen Bauart im Einsatz seien. Europaweit seien es sogar 600.000.

Schon im Juni 2007 hat das Bundesamt laut «Frontal 21» alle Eisenbahnunternehmen auf die Problematik hingewiesen, dass «Kerbwirkungen» an den Zugachsen das Brechen der Radsatzwellen und somit ein zwingendes Entgleisen zur Folge haben könnten. Die Mitarbeiter der Bahn seien von ihrem Unternehmen darüber aber erst Ende Mai dieses Jahres informiert worden, sagte Schmidt.

Laut «Frontal 21» weist die Bahn die Vorwürfe von Sicherheitsmängeln zurück. Eine Sprecherin verwies demnach auf die regelmäßigen und umfangreichen Instandhaltungsmaßnahmen bei den Zügen.

(Redaktion)


 


 

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