Sie sind hier: Startseite Mittelfranken Aktuell News
Weitere Artikel
Bildung

Bayerns Grundschüler auf Platz 2 bei der Lesekompetenz

Auf PISA folgt IGLU: Die internationale Schulleistungsstudie IGLU der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) untersucht das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern am Ende der 4. Jahrgangsstufe. Außerdem liefert die Studie Erkenntnisse über die schulischen, familiären und sozialen Bedingungen des Lesens, über die Einstellungen der Kinder zum Lesen sowie über deren Lesegewohnheiten. In Bayern nahmen 2006 24 Schulen teil.

Bayerns Ergebnisse im Überblick: Als einziges deutsches Land hat sich Bayern von 546 Punkten im Jahr 2001 auf 562 Punkte bei IGLU 2006 deutlich verbessert und belegt nach Thüringen (564 Punkte) national den 2. Platz. Das bayerische Ergebnis liegt deutlich über dem Mittelwert der teilnehmenden EU- sowie OECD-Staaten. „Ich freue mich, dass Bayerns Schüler bei IGLU 2006 einen sehr guten Platz belegt haben und wir nehmen konkrete Verbesserungs-vorschläge sehr ernst“, kommentierte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die heute vorgestellten Ergebnisse des Ländervergleichs.

Die Leistungsstreuung ist gering. Nur 9,1% der Grundschülerinnen und Grundschüler sind besonders leseschwach. Bayern steht damit in Deutschland nach Thüringen (6,8%) und Sachsen-Anhalt (8,4%) an 3. Stelle. Bei den Spitzenlesern belegt Bayern mit 15,3% den 1. Platz. Bei Grundschülerinnen und Grundschülern, die außerhalb der Schule nie oder so gut wie nie zum Vergnügen lesen, erzielt Bayern mit einer Quote von 23% bei Buben im nationalen Vergleich unbefriedigende Werte; bei den Mädchen beträgt diese Quote nur 8%.

Beim Lesen von Sachtexten erreichen bayerische Schülerinnen und Schüler besonders gute Ergebnisse. Auch beim Lesen literarischer Texte bilden sie zusammen mit den Grundschülern aus Thüringen die deutsche Spitzengruppe.

Wie in anderen deutschen Ländern lesen auch in bayerischen Grundschulen Mädchen (566 Punkte) besser als Jungen (559 Punkte). Im nationalen und internationalen Vergleich ist dieser Leistungsunterschied aber nicht sehr groß und hat sich gegenüber dem Abschneiden bei IGLU 2001 um 16 Punkte deutlich verringert. Die Befunde von IGLU 2006 zeigen, dass vor allem Grundschüler mit Migrationshintergrund, deren Familiensprache nicht Deutsch ist und die aus einem sozial eher schwachen Elternhaus kommen, beim Lesenlernen deutlich benachteiligt sind. In Bayern ist der Leistungsunterschied zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund mit 66 Punkten im nationalen Vergleich sehr hoch.

(Redaktion)


 


 

iglu
bayern
ergebnisse
lesen
schule
pisa
grundschule

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "iglu" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: