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Cloud Computing erobert den Mittelstand

Kleine profitieren mehr als große Unternehmen

Großunternehmen wenden Cloud Computing schon lange an. Vor allem um den internen Aufwand für die IT-Abteilung zu reduzieren. Doch je ausgefeilter und sicherer die Technik, umso lukrativer wird das Modell auch für kleine und mittelständische Unternehmen. „Sie profitieren in aller Regel sogar mehr als Konzerne“, weiß IT-Experte Marcus Vogel, Vorstand der bluvo AG aus Ratingen.

Das beginnt damit, dass die Unternehmen keinen eigenen Server mehr benötigen und ihn auch nicht pflegen müssen. Die Rechenzentren bieten – auch in Spitzenzeiten – enorme Rechenleistungen und Speicherkapazitäten, auf die das Unternehmen zurückgreifen kann. Steigt der Bedarf kurzfristig, braucht es keinen neuen Server.

Ein Rechenzentrum kann leichter als das einzelne Unternehmen immer die modernsten, schnellsten und leistungsstärksten Rechner einsetzen. Den Betrieb übernimmt das Rechenzentrum ebenfalls für alle Kunden gleichzeitig und deshalb sehr viel günstiger. Es bietet mehr Service, zum Beispiel weil immer die aktuellsten Versionen eines Betriebssystems verfügbar sind.

Software zur Miete und stets up to date

Besonders trickreich - und auch wirtschaftlich von Bedeutung - ist die Möglichkeit, Software zu mieten. Bisher haben die Unternehmen bei jeder neuen Version eines Programmes ein ganzes Paket neuer Lizenzen gekauft, von denen oft nicht alle genutzt wurden. Beim Cloud Computing erhält das Unternehmen immer die aktuellste Version und bezahlt nur die Lizenzen, die es nutzt.

Ob sich Cloud Computing für ein einzelnes Unternehmen lohnt, kann auch Vogel nicht pauschal sagen. Da müsse man im Einzelfall genaurechnen. bluvo-Vorstand Marcus Vogel: „Oft macht es auch Sinn, einzelne Leistungen auszugliedern.“

Klar ist für den IT-Experten: „Der Trend ist unverkennbar da. In wenigen Jahren wird kaum ein Unternehmen mehr die vollständige IT-Infrastruktur selbst vorhalten. Bei vielen werden dann nur noch Monitor und Tastatur an die Anfangszeiten der IT erinnern.“

Cloud Computing bezeichnet das Outsourcing von IT-Leistungen.Vereinfacht formuliert: Der PC bezieht bestimmte Rechenleistungen aus dem Netz. Der Anwender betreibt Teile seiner IT nicht mehr selbst, sondern mietet sie als Dienst. Neben der Infrastruktur, also Rechenleistung und Netzwerkdiensten, kann der Nutzer auch sein Betriebssystem, Datenspeicher oder sogar Anwendungen „mieten“. Das reicht von Mail-Programmen, wie sie heute schon viele im Internet verwenden, bis hin zur Planungssoftware für Unternehmen.

(Redaktion)


 


 

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