Sie sind hier: Startseite Mittelfranken Aktuell News
Weitere Artikel
Berufsausbildung

Zu wenig Fachkräfte und mangelnder Nachwuchs?

Nach Aussage des DGB bilden Deutsche Betriebe immer weniger Fachkräfte aus. Gleichzeitig beschweren sich die Unternehmen über mangelnden Nachwuchs. Der Großteil der Auszubildenden sehen ihre Berufsaussichten oder Übernahmechancen nicht ganz so positiv.

Die Lage in Berlin Brandenburg hat sich trotz Wirtschaftswachstums auch in diesem Jahr nicht verändert. Im Herbst, zu Beginn des Ausbildungsjahres, waren mehr als 3000 junge Bewerber ohne Ausbildungsplatz. Eine ausreichende Menge an Ausbildungsplätzen wäre ohnehin nicht vorhanden gewesen. Dies ist die traurige Bilanz vom Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB), die zum siebten Mal als Ausbildungsreport vorliegt.

Selbst wenn Lehrlinge ihre Ausbildung abschließen, ist die Mehrheit sehr unsicher, was ihre Zukunft betrifft und weiß nicht wie es weiter geht. Laut DGB-Vorsitzende Doro Zinke, kann von Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt keine Rede sein.

Rund 1200 Ausbildungsplätze sind laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) noch nicht besetzt. Die IHK weißt somit den Vorwurf nicht vorhandener Ausbildungsmöglichkeiten zurück.

Zinke äußerte zudem, Unternehmen würden erwarten, dass man ihnen fertige Fachkräfte liefert. Die demografischen Veränderungen würden in dieser Hinsicht oftmals außer Acht gelassen. Eine andere Aussage der DGB-Vorsitzenden drückt ihren Unmut aus. Es sei ein Unding das Gewerkschaften meinten, dass Tarifverträge abgeschlossen werden müssten um die demografische Entwicklung zu berücksichtigen.

Die geringsten Chancen für eine Übernahme liegt für Azubis bei den Berufen: Koch, Hotelfachmann/-frau., Chemielaboranten und Veranstaltungstechniker. Positive Aussichten finden Auszubildende in den Berufen Verwaltungsfachangestellter sowie im Kurier-, Express- und Dienstleistungsbereich.

Jugendliche, und darauf legt die IHK Berlin großen Wert, beurteilen ihre Ausbildungsverhältnisse oft als zufriedenstellend. Die Leistungsvergütungen liegen im Durchschnitt bei 548 Euro im ersten, 607 Euro im zweiten und 645 Euro im dritten Lehrjahr. Regelmäßige Überstunden leisten mehr als ein Viertel der Auszubildenden, die durch Freizeit beglichen werden. Jedoch 13 Prozent erfahren keinerlei Ausgleich.

(Karola Rohrmann)


 


 

Berlin
Brandenburg
Ausbildungsjahr
Fachkräfte
DGB-Vorsitzenden
Aussage
Nachwuchs
Unternehmen
Ausbildungsplätze

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Berlin" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: