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Arcandor

Besuch vom Staatsanwalt in der Arcandor-Zentrale

Am Wochenende erhielt die Arcandor-Zentrale in Essen überraschend Besuch von der Staatsanwaltschaft. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg musste auf Wunsch der Ermittler insgesamt 2.000 Laptops übergeben. Hintergrund der Aktionen sollen Ermittlungen gegen den ehemaligen Arcandor-Vorstand Thomas Middelhoff sein.

Bereits vor einigen Monaten hatte die Essener Staatsanwaltschaft begonnen, wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen den ehemaligen Bertelsmann-Manager zu ermitteln. Darüber hinaus war Middelhoff wegen dubioser Immobiliengeschäfte in den Fokus geraten. Zusammen mit dem späteren Arcandor-Hauptaktionär, der Bank Sal. Oppenheim, war er an einem Immobilienfond beteiligt, der allerdings noch vor Middelhoffs Amtsübernahme in die Karstadt-Warenhäuser investierte.

Middelhoff gibt nach wie vor zur Verteidigung an, sein Vorgehen innerhalb des Konzerns rechtlich abgesichert zu haben. Danach habe er keine Notwendigkeit gesehen, aus dem Sal. Oppenheim-Fonds auszusteigen. Spekulationen um eine mögliche Interessenskollission rissen aber auch in der Folgezeit nie ganz ab. Vorallem, als Arcandor unter Middelhoff mehrere Immobilien verkaufte und von den neuen Besitzern - unter anderem die Kölner Privatkundenbank - teuer zurückmieten musste.

Noch vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Sommer verließ Middelhoff jedoch den Arcandor-Konzern. Sein Abschied wurde mit einer Prämie in Millionenhöhe versüßt, auf die er nun aufgrund der Geschäftslage allerdings nicht mehr komplett zugreifen kann. Vorallem seine Äußerung zum Abschied, er habe den Konzern "besenrein" übergeben, hinterließ bei den um ihre Jobs bangenden Mitarbeiter einen schalen Beigeschmack. Mittlerweile wurden alleine bei Versandhandelstochter Quelle 3.100 Mitarbeiter entlassen, weitere können folgen.

(Redaktion)


 


 

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3 Kommentare

von tennessee
06.10.09 07:03 Uhr
Nicht Quelle sondern Primondo

Liebe Presse,

es sind nicht 3100 Stellen bei Quelle sondern bei Primondo.

von Theo
09.10.09 14:44 Uhr
Versprecher

Meine Güte der Middelhoff hat sich halt versprochen. Statt besenrein wollte er sagen finanzrein (also ohne unnötige Kohle) und bald ist der Konzern auch Mitarbeiter rein.
Dann Schlägt die Stunde der Finanzhaie, die Markenrechte ohne Ballast erwerben können. Da kann Big "T" dann wieder mit machen.

von Q-Mitarb.
09.10.09 16:39 Uhr
tennessee

Es sind 3100 Stellen bei Quelle,welcher Otto-Normalo kennt schon Primondo?! BEI Q U EL L E ist schon richtig,den Namen kennt jeder!

 

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