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  • 10.01.2014, 15:57 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Bewirtungskosten

Bei Geschäftsessen penibel Belege sammeln

Die Bewirtungskosten für ein Geschäftsessen im Restaurant kann der Bewirtende von der Steuer absetzen. Unternehmer oder Selbstständige dürfen in der Regel bis zu 70 Prozent des Rechnungsbetrages als Betriebsausgaben gewinnmindernd geltend machen.

Das Finanzamt schaut bei Bewirtungsrechnungen allerdings sehr genau hin und prüft unter anderem, ob eine betriebliche Veranlassung gegeben ist, die Aufwendungen angemessen sind und deren Höhe nachgewiesen wurde. Darauf weist die Bundessteuerberaterkammer hin. Der Rahmen für die Absetzbarkeit von Bewirtungskosten ist eng, und auch der Bundesfinanzhof gibt sich streng formalistisch.

Für Kleinbetragsrechnungen mit einem Gesamtbetrag bis zu 150 Euro einschließlich Umsatzsteuer gelten reduzierte Angabepflichten für den Bewirtenden. Hier genügen der vollständige Name und die vollständige Anschrift des dienstleistenden Restaurants, das Ausstellungsdatum, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung, Menge und Art der gelieferten Speisen und Getränke sowie das Bruttoentgelt. Auch ist der darauf entfallende Steuerbetrag in einer Summe sowie der anzuwendende Steuersatz zu vermerken.

Um bei Bewirtungsrechnungen über 150 Euro der Nachweispflicht in vollem Umfang gerecht zu werden, hat der Steuerpflichtige schriftlich detailliertere Informationen abzugeben. Zu den unverzichtbaren Angaben für eine steuermindernde Anerkennung der entstandenen Kosten gehören: Ort, Tag, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung sowie die Höhe der Aufwendungen. Die Rechnung der Gaststätte muss grundsätzlich auf den Namen des steuerpflichtigen Unternehmers ausgestellt sein, um anerkannt zu werden.

Fazit

Bei Geschäftsessen ist penibel darauf zu achten, welche Belege korrekt ausgefüllt vorliegen müssen, damit die Ausgaben als gewinnmindernde Aufwendungen anerkannt werden.

Zu beachten ist, dass die Bewirtung von Mitarbeitern steuerlich anders einzuordnen ist als die Bewirtung von Geschäftspartnern. Für den bewirteten Arbeitnehmer kann gegebenenfalls ein geldwerter Vorteil vorliegen, der zu versteuern wäre. Mahlzeiten allerdings, die ein Arbeitnehmer im Rahmen einer geschäftlich veranlassten Bewirtung erhält, zählen nicht zu seinem Lohn, da hier das eigenbetriebliche Interesse des Arbeitgebers überwiegt.

(Redaktion)


 


 

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