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BIP wächst wieder

Wie bereits Mitte August vorab vom Statistischen Bundesamt (Destatis) gemeldet wurde, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2009 um 0,3 Prozent. Damit wächst die deutsche Wirtschaft erstmals seit vier Quartalen wieder leicht. Das BIP ist im Vorjahresvergleich jedoch deutlich gesunken und lag um 7,1 Prozent niedriger, was gleichzeitig den stärksten Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal seit dem Vorliegen vierteljährlicher BIP-Zahlen ab dem Jahr 1970 markiert.

Gestützt wird die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch die privaten und staatlichen Konsumausgaben, die um 0,7 bzw. 0,4 Prozent höher lagen als in den ersten drei Monaten des Jahres 2009. Positive Impulse kamen zudem von den Bauinvestitionen, die um 1,4 Prozent gestiegen sind. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Bautätigkeit im ersten Quartal durch den vergleichsweise strengen Winter beeinträchtigt war. Gebremst wurde die wirtschaftliche Entwicklung von einem massiven Abbau der Lagerbestände. Sowohl die Exporte als auch die Importe waren zwischen April und Juni 2009 niedriger als im ersten Quartal. Da die preisbereinigten Importe mit - 5,1 Prozent aber erheblich stärker zurückgegangen sind als die Exporte (- 1,2 Prozent), trug der daraus resultierende Exportüberschuss (Außenbeitrag) mit 1,6 Prozentpunkten zum BIP-Wachstum bei.

Sorge muss jedoch die gesunkene Produktivität machen, die um 7,1 Prozent zurückging. Der deutliche Rückgang resultiert daraus, dass die schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland nur begrenzte Auswirkungen auf die Zahl der erwerbstätigen Personen hatte, weil insbesondere die Kurzarbeit erheblich ausgeweitet wurde. Abgesehen von den öffentlichen und privaten Dienstleistern war die von den einzelnen Wirtschaftsbereichen im zweiten Vierteljahr 2009 erbrachte Leistung zum Teil deutlich geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Einen starken Einbruch verzeichnete insbesondere das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe), dessen preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 23,6 Prozent niedriger war als im zweiten Quartal 2008. 

(Redaktion)


 


 

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