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Cloud Computing

Einsatz in Unternehmen steigt

Im Jahr 2013 haben 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 3 Prozent. Weitere 29 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz.

Die Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Hightech-Verband BITKOM verdeutlichen den Trend zum Cloud Computing. Doch was ist eigentlich Cloud Computing? Unter diesem Begriff versteht man die bedarfsabhängige Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software über ein Netzwerk. Das Netzwerk kann ein unternehmens- und organisatorisches Intranet (Private Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein, wobei die meisten Unternehmen derzeit auf Private Clouds setzen. Laut Umfrage gehört Cloud Computing in großen Unternehmen (ab 2.000 Mitarbeitern) bereits schon zum Standard, wohingegen der Mittelstand bei dem Einsatz von Cloud-Lösungen Aufholbedarf hat, erklärt Bruno Wallraf, Leiter des Bereichs Technology bei der KPMG AG.

Dämpfer durch NSA-Affäre

Obwohl ein deutlicher Trend in Richtung Cloud Computing zu verzeichnen ist, sagen 49 Prozent der Unternehmen mit Blick auf die NSA-Affäre, dass ihre Einstellung zum Public Cloud Computing negativer geworden ist. Laut Umfrage haben 13 Prozent der Unternehmen konkret geplante Cloud-Projekte zurückgestellt und 11 Prozent sogar bestehende Cloud-Lösungen aufgegeben.

„Eine breite Nutzung von Cloud Computing ist im Interesse der deutschen Wirtschaft, da die Unternehmen damit Kosten- und Wettbewerbsvorteile erlangen können“, sagte sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Hightech-Branche und Politik müssten jetzt gemeinsam daran arbeiten, durch die NSA-Affäre verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Den Vertrauensverlust infolge der Abhöraktion kann nur mit konkreten Maßnahmen begegnet werden. Zu den wichtigsten Forderungen des BITKOM gehören Verhandlungen über No-Spy-Abkommen mit anderen Ländern, ein besserer Schutz vor Wirtschaftsspionage, eine stärkere Sensibilisierung von Bürgern und Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit sowie international einheitliche Regelungen zur Herausgabe von Kundendaten .

Beitrag zu Sicherheit und Effizienz

„Die NSA-Affäre hat ihre Spuren hinterlassen, aber der Einsatz von Cloud-Lösungen in Unternehmen wächst weiter“, betonte Kempf. „Cloud-Services sind Teil der Lösung, wenn es darum geht, Unternehmen besser vor Geheimdiensten und Cyberkriminellen zu schützen. Ebenso ist Private Cloud Computing nicht weniger sicher als andere organisationsinterne IT-Lösungen. Im Gegenteil: Mit Cloud-Diensten können Unternehmen ihr Sicherheitsniveau zu moderaten Kosten signifikant erhöhen“, sagte Kempf. „Gerade bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es bei der IT-Sicherheit noch erheblichen Nachholbedarf.“

(Redaktion)


 


 

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