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DAAD-Studie

Ausländische Studierende fördern die Volkswirtschaft

Während angesichts der Bevorstehende Freizügigkeit in der EU bereits das Schreckgespenst der Armutsmigration beschworen wird, zeigt eine neue Studie des DAAD, dass Bildungsausländer nicht etwa den Staat belasten – sondern im Gegenteil noch Geld nach Deutschland bringen. Sie erwirtschaften laut Studie Überschüsse für die deutschen Sozialkassen und ihre Anwesenheit fördert Investitionen, Konsum, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze in Deutschland.

Ausländische Studenten bringen mehr Arbeitsplätze

Die Studie der Prognos AG wurde im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) durchgeführt und erhielt Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Demnach haben ausländische Studierende durchweg positive Effekte auf die Volkswirtschaft hierzulande – deutlich höher als die Ausgaben, die während ihrer Ausbildung entstanden sind. Überraschend: Schon, wenn nur 30 Prozent der Absolventen anschließend mindestens 5 Jahre in Deutschland arbeiten, amortisieren sich die Kosten für die öffentliche Hand. Die Bereitstellung von Studienplätzen und Stipendien für ausländische Studenten lohnt sich also für den Staat. Im Jahr 2011 tätigten Bildungsausländer z. B. Konsumausgaben von mehr als 1,5 Milliarden Euro und brachten damit zusätzliche Steuereinnahmen von 400 Millionen Euro. Das führte auch zu Beschäftigungseffekten im Wert von 22.000 Arbeitsplätzen.

DAAD und Bildungsministerium begrüßten die Studie und wollen die Zahl ausländischer Studenten an deutschen Hochschulen noch weiter steigern.

Deutschland profitiert mehr als andere Länder

Auch das zeigt die Studie: Im Vergleich mit anderen Ländern hat Deutschland den größten Vorteil von ausländischen Studierenden. Sie amortisieren ihre Studienkosten hierzulande am schnellsten. Die Studie untersuchte die Effekte auch für die Niederlande, Österreich, Polen, die Schweiz und Spanien. In der Schweiz dauert es ganze 17 Jahre, bis sich ein ausländischer Absolvent für das Gastland lohnt, in Spanien sind dafür 6,7 Jahre nötig, in den Niederlanden 6,5, in Polen 5,2. Nur Österreich profitiert etwas schneller als Deutschland, hier beträgt die Verweildauer bis zur Amortisierung nur 4,5 Jahre, in Deutschland sind es 5 Jahre.

Aber auch Rückkehrer haben eine positive Wirkung, so DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel. Sie fördern den internationalen Austausch und fungieren als „Freunde und Botschafter für Deutschland“. Ohnehin ist der kulturelle Austausch von Wissen und Kompetenzen im akademischen Bereich unverzichtbar.

(Christian Weis)


 


 

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