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Datenverarbeitung nur noch mit Opt-In

Durch die Rechtsverschärfungen im Telefonmarketing gibt es auch Änderungen im internen Umgang mit Adressdaten. So müssen sich ab 1. September 2009 Unternehmen mit Dialogmarketing genau überlegen, ob sie für eine Werbeaktion die Zustimmung von den Verbrauchern, etwa für ein Anschreiben, benötigen.

Bisher konnten Informationen über Personen auch ohne das so genannte Opt-in-Verfahren verarbeitet werden. Heute muss nach den Verschärfungen im Zweifel eine Einwilligung des Beworbenen vorliegen. Lange wurde von allen Parteien die absolute Pflicht zum Permission-Marketing als beste Lösung vorgesehen. Demnach darf keine Verbraucherdatenverarbeitung für Werbezwecke ohne Einwilligung des Verbrauchers erfolgen. Erst in den letzten vier Monaten vor Verabschiedung des Gesetzes wurden die Erfordernisse der Direktmarketing betreibenden Wirtschaft im Gesetz berücksichtigt. Die Konsequenz ist eine ganze Reihe von Ausnahmen. Doch nur wer sich mit diesen Neuerungen befasst hat, steht auf der sicheren Seite.

Zum Glück für die betroffenen Unternehmen machen ihnen viele rechtliche Ausnahmen das Leben leichter. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  1. Die Verarbeitung von Verbraucherdaten für Werbezwecke wird ab dem 1. September 2009 verschärft. Für bestehende Datenbestände gilt das alte Recht bis 2012 weiter.
  2. Die Einwilligung wird in der Praxis nicht zur Regel werden. Der Gesetzgeber hat den berechtigten Interessen der Wirtschaft Ausnahmen eingeräumt.
  3. Auch mit Fremddaten (Daten von anderen Unternehmen oder Adressverlagen) kann ohne Einwilligung postalisch geworben werden, wenn die Herkunft der Adresse angegeben wird.
  4. Die Art dieser Herkunftsangabe darf die Geheimhaltungsinteressen des Beworbenen nicht verletzen.
  5. Bei Einschaltung von Dienstleistern, gerade im Direktmarketing, sind erhöhte Anforderungen einzuhalten.
  6. Schwerwiegende Datenabflüsse führen ab dem 1. September 2009 zur Selbstbezichtigungspflicht.

(Redaktion)


 


 

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