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Deutsche Bank und Sal. Oppenheim unterzeichnen Rahmenvertrag

Die Deutsche Bank AG (XETRA: DBKGn.DE / NYSE: DB) und die Eigentümer der Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. gaben heute den Abschluss eines Rahmenvertrags bekannt, in dessen Ausführung die Deutsche Bank 100 Prozent an der Sal. Oppenheim Gruppe zu einem Preis von 1 Milliarde Euro erwerben wird.

Gleichzeitig haben die bisherigen Gesellschafter die Option, sich langfristig an der deutschen Privatbanktochter Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA in Köln mit bis zu 20 Prozent zu beteiligen.

Die Vermögensverwaltungsaktivitäten von Sal. Oppenheim werden zukünftig unter der etablierten Marke der traditionsreichen Privatbank weitergeführt und ausgebaut, so dass Identität, Werte, Kultur und Servicequalität von Sal. Oppenheim gewahrt bleiben. Durch die Transaktion stärkt die Deutsche Bank ihre Position im gehobenen Privatkundengeschäft insbesondere in Deutschland.

Mit dem Erwerb der in Luxemburg ansässigen Holding Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. gehen sämtliche Aktivitäten der deutschen Tochter Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA, der BHF-BANK AG und das in einer eigenständigen Holding geführte Private Equity Dachfondsgeschäft der Sal. Oppenheim Private Equity Partners S.A. (SOPEP) auf die Deutsche Bank über.

Zusätzlich erwirbt die Deutsche Bank die BHF Asset Servicing GmbH (BAS), die mehrheitlich von den Gesellschaftern der Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. gehalten wird. Die Deutsche Bank beabsichtigt einen Weiterverkauf der BAS. Zukünftig wird sich Sal. Oppenheim auf das Kerngeschäftsfeld der Vermögensverwaltung konzentrieren. An den laufenden Gesprächen über einen Verkauf der Investment-Banking-Aktivitäten von Sal. Oppenheim wird sich die Deutsche Bank beteiligen.

Zunächst wird erwartet, dass insgesamt ein Kaufpreis von 1,3 Mrd. Euro für die verschiedenen zu erwerbenden Einheiten gezahlt wird. Daneben ist mit den Eigentümern von Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A. vereinbart, dass sich der Kaufpreis in Abhängigkeit von der Entwicklung bestimmter Risikopositionen erhöhen kann.

Die Sal. Oppenheim Gruppe betreute Ende Juni 2009 rund 135 Mrd. Euro verwaltetes Kundenvolumen (inklusive rund 5 Mrd. Euro Kundenvolumen der SOPEP) und beschäftigte rund 4.400 Mitarbeiter.

Die Deutsche Bank verwaltete Ende Juni 2009 im Private Wealth Management weltweit ein Anlagevolumen von rund 171 Mrd. Euro. Sie wird nach Abschluss der Transaktion zum Marktführer in Deutschland in der Betreuung vermögender Privatkunden, Familienvermögen und Stiftungen.

Der Erwerb von Sal. Oppenheim erfolgt auf der Basis noch abzuschließender Ausführungsvereinbarungen vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Aufsichts- und Kartellbehörden und soll voraussichtlich im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden. Die Zahlung des Kaufpreises kann in Aktien der Deutschen Bank erfolgen. Auch nach der Transaktion liegt die Tier-1-Kapitalquote der Deutschen Bank voraussichtlich bei rund 11 Prozent.

"Mit der Übernahme des renommierten Privatbankhauses bauen wir unser Vermögensverwaltungsgeschäft in Europa, besonders in Deutschland, deutlich aus und stärken damit unsere stabilen Geschäftsfelder weiter", so Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank. "Das ist eine hervorragende Grundlage für weiteres weltweites Wachstum in diesem Bereich."

Matthias Graf von Krockow, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Sal. Oppenheim erklärte dazu: "Wir freuen uns, unsere Kunden zukünftig aus einem starken Verbund heraus betreuen zu können und dabei die Stärken beider Häuser zu kombinieren. Auch in Zukunft setzen wir auf unsere Tradition und Erfahrung, um das Vertrauen unserer Kunden in unsere Bank weiter zu festigen."

Über geänderte Strukturen sowie Managementbesetzungen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden und berichtet werden.

(Redaktion)


 


 

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