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Forsa-Studie 2009

Deutsche wünschen sich weniger Stress

Weniger Stress – mehr Zeit für Familie und Freunde, diese guten Vorsätze nimmt sich die Mehrheit der Deutschen für das kommende Jahr vor (60 Prozent). Das ergab ein aktuelles DAK-Gesundheitsbarometer.

Dass diese Vorsätze nicht nur utopische Wünsche sind, zeigt die bundesweit unter mehr als 3.000 Befragten durchgeführte Umfrage ebenfalls: Denn jeder Zweite (51 Prozent) gab an, seine Vorsätze für dieses Jahr mehrere Monate gehalten zu haben. Vor allem die Nordlichter in Mecklenburg-Vorpommern (66 Prozent) und Hamburg (64 Prozent) scheinen besonders willensstark zu sein.

„Der Trend, dass eigene Leben zu entschleunigen, wird auch in diesem Jahr wieder sehr deutlich“, kommentiert DAK-Diplom-Psychologe Frank Meiners die Ergebnisse. „Bereits unsere Umfrage des vergangenen Jahres zeigte, dass Deutschland allem Anschein nach ziemlich im Stress ist. Daran hat sich offensichtlich nichts geändert.“ Positiv bewertet der Diplom-Psychologe allerdings die Besinnung auf Freunde und Familie: „Gerade sie können helfen, einen Ausgleich zum Alltagsstress zu erlangen. Downshifting ist hier das Schlagwort.“

Junge Menschen besonders im Stress

Auffällig in diesem Jahr: Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren möchten in 2009 mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen (70 Prozent) und Stress vermeiden oder abbauen (64 Prozent). Regionale Unterschiede werden ebenfalls deutlich: 69 Prozent der Niedersachsen möchten ihr Leben künftig stressfreier gestalten, in Hamburg sind es „nur“ 56 Prozent. Frauen wünschen sich darüber hinaus vor allem mehr Zeit für sich selbst (57 Prozent).

Sparen als guter Vorsatz

Auch die Finanzkrise schlägt sich in den guten Vorsätzen 2009 nieder. So nimmt sich knapp jeder zweite (48 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen und 42 Prozent der 30- bis 44-Jährigen vor, künftig sparsamer zu sein. „Der Druck wird in allen Lebensbereichen größer“, erläutert DAK-Experte Meiners. „Auch die Finanzkrise trägt derzeit dazu bei. In Zeiten der Verunsicherung fragt sich jeder genauer, was wirklich wichtig ist und gebraucht wird.“

Job und Alltag als Stressfaktoren

Bereits in der letztjährigen DAK-Befragung kam heraus: Stressfaktor Nummer eins ist der Job: Jeder zweite Befragte gab Ende 2007 an, unter Zeitdruck im Beruf zu leiden, bei den 18- bis 29-Jährigen waren davon sogar 66 Prozent betroffen. Auch die Zeit abseits vom Beruf löst bei vielen Hektik aus. Stress im Alltag (42 Prozent) und Ärger in der Familie (40 Prozent) rangierten direkt hinter den beruflichen Zwängen.

Die TOP-TEN der Guten Vorsätze 2009:

1. Stress vermeiden oder abbauen (61 Prozent)
2. Mehr Zeit für Familie/Freunde (59 Prozent)
3. Mehr bewegen/Sport (54 Prozent)
4. Mehr Zeit für sich selbst (53 Prozent)
5. Gesünder ernähren (48 Prozent)
6. Sparsamer sein (37 Prozent)
7. Abnehmen (35 Prozent)
8. Weniger fernsehen (21 Prozent)
9. Weniger Alkohol trinken (14 Prozent)
10. Rauchen aufgeben (14 Prozent)

* Die DAK-Studie basiert auf einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage durch Forsa. 3.034 Befragte, davon jeweils 100 in Bremen und im Saarland und jeweils 200 in den übrigen Bundesländern. Erhebungszeitraum: 10. bis 26. November 2008.

(Redaktion)


 


 

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