Maritime Wirtschaft
„Die maritime Branche gehört gestärkt"
Mittelfranken. Die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl (CSU) bescheinigt der oft gescholtenen Schifffahrtsbranche überraschend gute Chancen, aus der weltweiten Krise als Gewinner hervorzugehen. Dabei stellte sie in ihrer Funktion als Koordinatorin der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft insbesondere die Bedeutung des so genannten Hinterlandverkehrs in den Vordergrund. Hier spielt der Hafen Nürnberg-Roth, als trimodales Drehkreuz mit zentraler Lage in Europa eine tragende Rolle.
Der Hafen Nürnberg-Roth hatte bereits vor einigen Wochen bei seinem Jahresgespräch weitreichende Investitionen in die Infrastruktur des Binnenhafens angekündigt (wir berichteten). Der Hafen ist mit seiner trimodalen Ausrichtung und der zentralen Lage in Europa einer der bedeutendsten Binnenhäfen des Kontinents. Besonders der Schienenverkehr spielt mittlerweile eine tragende Rolle im Warenverkehr zu den großen Seehäfen Europas von Nürnberg aus (wir berichteten).
Nun bekam der Hafen Rückendeckung für seine Vorhaben durch die Koordinatorin der maritimen Wirtschaft, Dagmar Wöhrl. Bereits bei der Schienengüterkonferenz der IHK Mittelfranken im Januar wies die CSU-Abgeordnete auf die Bedeutung des Seehandels für die lokale Wirtschaft Mittelfrankens hin (wir berichteten). In diesem Zusammenhang forderte sie nun nochmals, den Hinterlandverkehr beim stetigen Wachstum der Seehäfen nicht zu vergessen. Dort müsse investiert werden, um das Entstehen von "Flaschenhälsen" zu vermeiden, forderte sie. „Der Außenhandel wird weiter zulegen. Wir haben hier jetzt nur eine Wachstumspause, die wir auch nutzen können für weitere Investitionen", sagte Wöhrl.
Von den Reedern forderte Wöhrl mehr Schiffe unter deutscher Flagge auf den Weltmeeren. "Kurzfristiges Ziel ist es, ab 2009/2010 wieder 600 Handelsschiffe unter deutscher Flagge im internationalen Verkehr zu haben." Derzeit sind es mehr als 500.
Seehafenhinterlandverkehr bezeichnet die Beförderung von Exportgütern zu den Seehäfen und den Abtransport der Importgüter in die umgekehrte Richtung mit den Verkehrsträgern Straße, Schiene, Binnen- und Küstenseeschifffahrt.
(Redaktion)
Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Bild Nr. 2 © Hafen Nürnberg-Roth
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