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  • 10.01.2014, 15:48 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Dienstreisen ins Ausland

Erstattungskosten für Dienstreisen

Für Auslandsdienstreisen seiner Mitarbeiter muss sich der Arbeitgeber in diesem Jahr auf Änderungen einstellen. Die Höhe der Pauschalbeträge hängt davon ab, ob es sich um einen ein- oder mehrtägigen Aufenthalt handelt.

Das Bundesfinanzministerium hat die Pauschbeträge für Verpflegungs-Mehraufwendungen und Übernachtungskosten für beruflich und betrieblich veranlasste Auslandsdienstreisen bekannt gegeben. Danach gibt es nur noch zwei Pauschalen: den vollen Satz bei einer Abwesenheit von 24 Stunden bei einer mehrtägigen auswärtigen Tätigkeit und den geringeren Betrag für den Anund Abreisetag beziehungsweise für Tätigkeiten außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte eintägig von mehr als acht Stunden Abwesenheit.

Ist der Arbeitnehmer nur eintägig im Ausland beruflich beschäftigt, richtet sich der Pauschalbetrag immer nach dem Land, in dem der Arbeitnehmer zuletzt tätig war.

Beispiel: Arbeitnehmer A hat in München seine erste Tätigkeitsstätte und ist mehrmals im Monat für den Tag in Österreich bei einem Kunden beschäftigt. Er fährt morgens um 8 Uhr aus München los und kehrt um 20 Uhr wieder zurück. Für die Dienstreise kann A neben den Fahrtkosten eine Verpflegungspauschale von 29 Euro gezahlt bekommen.

Bei mehrtägigen Reisen richtet sich der Betrag für die Verpflegungspauschale nach dem Land, welches der Arbeitnehmer um 24 Uhr erreicht hat.

Beispiel: Arbeitnehmer A hat seine erste Tätigkeitsstätte in Köln. Er unternimmt eine mehrtägige Dienstreise und ist am Anreisetag und am folgenden Tag in Frankreich bis 17 Uhr tätig und fährt von dort nach Belgien, wo er wiederum übernachtet und am nächsten Tag nach seiner Tätigkeit um 20 Uhr nach Deutschland zurückkehrt. Neben den Fahrtkosten kann A folgende Pauschalen steuerfrei vom Arbeitgeber erhalten: Anreisetag (Frankreich): 29 Euro, Zwischentag (Belgien): 41 Euro, Abreisetag (Belgien) 28 Euro. Hinzu kann der Arbeitgeber die angefallenen Unterkunftskosten oder die Pauschalen für Übernachtungen erstatten.

Werden dem Arbeitnehmer im Rahmen seiner Dienstreise ins Ausland die Mahlzeiten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, muss bei der Zahlung einer Verpflegungspauschale diese gekürzt werden. Die Kürzung beträgt demnach 20 Prozent vom Tageshöchstsatz für ein Frühstück und 40 Prozent vom Tageshöchstsatz jeweils für ein Mittag- oder Abendessen.

(Redaktion)


 


 

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