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Drittbeste Gästebilanz aller Zeiten trotz Rückgang

Baisse in Bayerns Gästebetten: Im ersten Halbjahr 2009 haben 11,7 Millionen und damit vier Prozent weniger Gäste als im Vorjahr den Freistaat besucht. Die Zahl der Übernachtungen lag mit 33,3 Millionen ebenfalls um rund vier Prozent unter dem Ergebnis der ersten Jahreshälfte 2008. „Die Entwicklung zeigt, dass die Wirtschaftskrise auch um die Tourismusbranche in Deutschlands Urlaubsland Nr. 1 keinen Bogen macht. Dennoch hat der Freistaat die drittbeste Gästebilanz aller Zeiten erzielt“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.

Nur in den ersten sechs Monaten der Jahre 2007 und 2008 waren mehr Gäste nach Bayern gekommen als heuer. Der Rückgang sei trotz des Umfangs der Krise geringer ausgefallen als nach den Terroranschlägen 2001. „Das spricht für die Robustheit und das gute Angebot im bayerischen Gastgewerbe. Auch wenn der Tourismus sich in der zweiten Jahreshälfte oft unberechenbar entwickelt, wird wohl die sechs Jahre andauernde Gästerekordserie dieses Jahr unterbrochen“, so Zeil.

„Bayern ist ein wirtschaftlich starkes Land mit mehr Geschäftsreisenden als andere Teile Deutschlands. Deshalb muss der Freistaat wegen der konjunkturellen Entwicklung auch größere Einbußen beim Tourismus verkraften“, stellt Zeil fest. Weil die deutschen Urlauber heuer lieber ins Inland fahren, sind bei ihnen mit 28,2 Millionen nur 3,2 Prozent weniger Übernachtungen zu verzeichnen.

Die Zahl der Übernachtungen durch Ausländer fiel um 8,7 Prozent auf 5,1 Millionen. Aufgrund des wirtschaftlichen Einbruches und des für sie ungünstigen Euro-Pfund-Kurses buchten allein die britischen Gäste 19 Prozent weniger Übernachtungen im Freistaat. Dagegen zogen die Übernachtungen der Touristen aus den arabischen Golfstaaten um nahezu 30 Prozent und die der Schweizer um 4,6 Prozent an. Am häufigsten übernachteten die Niederländer in Bayern. Sie übertrafen als einzige Nation neben den Deutschen mit 511 000 Übernachtungen die halbe Million.

Einzig der Regierungsbezirk Schwaben konnte von Januar bis einschließlich Juni 0,5 Prozent mehr Gäste begrüßen. „In Schwaben kann insbesondere das Allgäu eine hervorragende Bilanz vorweisen. Es zahlt sich aus, dass das Allgäu konsequent die Tourismusinfrastruktur verbessert hat und die Kneippkurorte immer beliebter werden“, so Wirtschaftsminister Zeil. Die Gästeankünfte in den übrigen Regierungsbezirken nahmen zwischen 3,3 und 7,8 Prozent ab. Auch die Übernachtungszahlen sanken, in Schwaben lediglich um 2,1 Prozent, in Mittelfranken mit 7,5 Prozent am deutlichsten. Unterdurchschnittlich fielen die Übernachtungszahlen in Oberfranken mit einem Minus von 3,2 Prozent, in Niederbayern mit einem Minus von 3,5 Prozent und in Unterfranken mit einem Minus von 3,6 Prozent. In Oberbayern gab es 4,4 Prozent Übernachtungen, in der Oberpfalz 5,3 Prozent weniger.

Wirtschaftsminister Zeil: „Der Juni als erster großer Sommerurlaubsmonat verlief in Bayern vergleichsweise zufriedenstellend. Mit 7,1 Millionen wurde sogar ein leichtes Übernachtungsplus von 1,2 Prozent erzielt. Auch hier war Schwaben mit einem Zuwachs von nahezu zehn Prozent spitze.“ Auch Niederbayern mit über 8 Prozent sowie die Oberpfalz und Oberfranken mit jeweils um die 5 Prozent konnten ordentliche Steigerungen vorweisen. Einbußen mussten Unterfranken mit 0,2 Prozent, Mittelfranken mit fast 2 Prozent und Oberbayern mit über 5 Prozent hinnehmen.

(Bayerisches Staatsministerium)


 


 

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