Weitere Artikel
Ein Kunde bezahlt nicht?

So mahnen Sie richtig ab: Drei 3 Punkte, die Sie beachten müssen

Es gibt wohl eine Sache, die ein Unternehmer mit am meisten fürchtet: Der Kunde zahlt nicht. Natürlich ist der Ärger über das fehlende Geld zunächst dominierend.


Aber dazu kommen die nötigen bürokratischen Schritte, welche Sie nun einleiten müssen. Diese kosten Zeit und Nerven. Mitunter spüren Sie auch eine Verunsicherung, welche die genaue Vorgehensweise betrifft. Im Folgenden finden Sie eine eindeutige Hilfestellung, welche lästige Überlegungen in der Zukunft ausschließt.

Genaue Fristen setzen

Punkt 1: Wenn Sie ihren Kunden eine Rechnung ausstellen, dann ist es gut, wenn Sie dem Kunden eine genaue Frist setzen, welche er beim Bezahlen einzuhalten hat. Eine Frist von 14 Tagen hat sich hier bewährt. Ist diese abgelaufen, dann empfiehlt sich eine kurze, höfliche Erinnerung, welche per Post oder E-Mail erfolgen kann. Diese Erinnerung ist keine rechtliche Pflicht, aber dennoch eine korrekte Vorgehensweise, denn es kommt häufig vor, dass der Kunde die Rechnung im Alltagsstress einfach vergisst. Auf diese höfliche Erinnerung reagieren die meisten Kunden. Ist dies nicht der Fall (Erinnerung + 5 bis 7 Tage), dann ist es Zeit für rechtliche Schritte. Leiten Sie das Mahnverfahren ein:

Mahnung per Einschreiben mit Rückschein senden

Sollten Sie im Hinblick auf Struktur und Wortwahl des Mahnschreibens unsicher sein, dann bieten Ihnen Portale wie zum Beispiel Avery Zweckform geeignete, also vollständige und rechtlich geprüfte, Vorlagen für Mahnungen. Mit einer Mahnung wird der Schuldner in Verzug gesetzt. Eine Mahnung ist dabei eine eindeutige Aufforderung des Gläubigers, die geschuldete Leistung (z.B. Geldbetrag) zu erbringen. Dabei ist es logisch, dass die Mahnung schriftlich erfolgen muss. Senden Sie die Mahnung unbedingt per Einschreiben mit Rückschein ab. Sie benötigen einen Nachweis, dass der säumige Kunde das Schreiben erhalten hat. Andernfalls behauptet dieser, das Schreiben nicht erhalten zu haben und Sie sind in der Beweispflicht. In der Mahnung steht die eindeutige Zahlungsaufforderung, welche wieder einen konkreten Zeitpunkt enthält, bis zu dem das Geld gezahlt werden muss. Selbstverständlich gilt die Mahnung als gegenstandslos, wenn der säumige Kunde den Betrag in der Zwischenzeit beglichen hat. An dieser Stelle sei noch mal auf die Nutzung der Vorlagen verwiesen, die eventuelle Unsicherheiten ausräumen. Es empfiehlt sich zudem der Mahnung eine Rechnungskopie beizulegen, sollte der Kunde diese nicht mehr besitzen oder aus unbekannten Gründen nicht erhalten haben. Geben Sie auch die Telefonnummer eines Ansprechpartners an, damit der Kunde eine Anlaufstelle bezüglich möglicher Rückfragen hat.

Nach Zahlungsverzug - Mahnverfahren einleiten

Punkt 2: Zahlt der Kunde zu dem in der Mahnung angegebenen Termin wieder nicht, dann befindet er sich im offiziellen Zahlungsverzug. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sich der Kunde (als Entgeltschuldner) auch ohne Mahnung nach 30 Tagen in Verzug befindet, wenn er via Rechnung oder Zahlungsaufstellung darauf hingewiesen worden ist.

Punkt 3: Ist der Kunde im Verzug so kann das Mahnverfahren eingeleitet werden. In diesem Fall lässt sich die Geldforderung mit gerichtlicher Hilfe geltend machen. Dafür müssen Sie wieder einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides stellen. Dieser Antrag muss bei dem zuständigen Amtsgericht gestellt werden. Das Amtsgericht richtet sich dabei nach dem Hauptwohnsitz des Schuldners. Wichtig ist hierbei, dass Sie exakte Angaben zum Schuldner machen. Wenn der Antrag erfolgreich ist, bekommen Sie einen Bescheid.

Weitere Optionen sind:

1. Entweder der Schuldner zahlt, damit wären weitere Schritte natürlich hinfällig.
2. Der Schuldner geht in Widerspruch, dann können Sie ihn entweder auffordern den Widerspruch, zum Beispiel für einen weiteren zeitlichen Aufschub zurückzuziehen oder Sie klagen gegen den Widerspruch.
3. Der Schuldner zahlt nicht. Wenn er nicht zahlt, dann bleibt der Vollstreckungsbescheid. Der Antrag darf dabei frühestens zwei Wochen nach Zustellung des Mahnbescheids gestellt werden (Eingangsdatum beim Mahngericht) und muss spätestens sechs Monate nach dieser Zustellung beim zuständigen Gericht eingehen.

(Redaktion)


 


 

Kunde
Mahnung
Schuldner
Einschreiben
Antrag
Rechnung
Erinnerung
Widerspruch
Schritte
Zahlungsaufforderung
Verzug

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Kunde" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: