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Einstellungsbereitschaft

Einstellungsbereitschaft deutscher Unternehmen schwindet nicht durchgängig

Die Rezession infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise dämpft die Einstellungsbereitschaft der Personalentscheider. Für das 1. Quartal 2009 weist der Netto-Beschäftigung­sausblick laut Manpower Arbeits­marktbarometer einen Wert von -1 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein klarer Rückgang um 8 Prozentpunkte und das schlechteste Ergebnis seit drei Jahren.

Flexibel auf Unsicherheit reagieren

Nach Einschätzung von Thomas Reitz, Geschäftsführer von Manpower Deutschland, deuten die Angaben auf ein Klima der Unsicherheit hin. „Die Unternehmen wissen nicht genau, wie sich die Lage im ersten Quartal entwickelt, und warten ab.“ Beispiel ist das produzierende Gewerbe: „In unserer Erhebung gaben 12 Prozent der befragten Unternehmen an, sie wollten einstellen, bei genauso vielen geht die Einstellungsbereitschaft zurück“, sagt Reitz.

In der uneinheitlichen Entwicklung sieht er eine Chance – auch für die Zeitarbeit: „Die Herausforderung besteht darin, die Mitarbeiter, die früher als geplant von einem Kundenunternehmen abgemeldet werden, nun verstärkt in anderen Branchen einzusetzen.“ Warum solle „jemand, der in der Auto­mobilbranche schweißt, nicht auch im Flugzeugbau oder im Sektor der erneuerbaren Energien eingesetzt werden?“ Neben dieser neuen Transfer­aufgabe werde der Bedarf an Fachkräften – aufgrund des demografischen Wandels – unabhängig von der Krisensituation auch 2009 bestehen bleiben.

Der Süden liegt bis März vorne

Die Arbeitsmarktprognose zeigt in vier von acht befragten Regionen Deutschlands positive Werte, wenn auch deutlich abgeschwächt gegenüber dem Vorjahresquartal. Entscheider im Süden und in München sind mit jeweils +4 Prozent am optimistischsten. Es folgt Berlin mit +2 Prozent. Das Finanzzentrum Frankfurt legt im Vergleich zum 1. Quartal 2008 sogar um 3 Prozentpunkte auf jetzt +1 Prozent zu. Mit 15 Prozentpunkten verzeichnet das Ruhrgebiet den stärksten Rückgang.

Zum Manpower Arbeitsmarktbarometer:
Das Manpower Arbeitsmarktbarometer ist unter dem Namen Manpower Employment Outlook Survey seit über 45 Jahren ein international anerkannter Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die vierteljährlich durchgeführte Studie misst repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das nächstfolgende Quartal. Die Ergebnisse werden aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit Beachtung bei Ökonomen, Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten.

Für den Erfolg und die Bedeutung der Studie sind verschiedene Faktoren verantwortlich: Weltweit existiert keine in Größe, Fokus und Langlebigkeit vergleichbare Analyse. Das Manpower Arbeitsmarktbarometer ist die weltweit umfangreichste vierteljährlich vorausblickende Studie in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Die Zielgruppe wird nach ihrer Prognose für das jeweils folgende Quartal befragt. Andere vergleichbare Studien leiten sich meist aus rückblickenden Daten ab. Seit 1962 baut die Studie auf einer einzigen Frage auf: „Wie schätzen Sie die Beschäftigungslage an Ihrem Unternehmensstandort bis zum Ende der folgenden drei Monate im Vergleich zum jetzigen Quartal ein?“ Der Ergebnisvergleich über einen längeren Zeitraum lässt zahlreiche gesamtwirtschaftliche Rückschlüsse zu.

Das Manpower Arbeitsmarktbarometer ist eine validierte Studie auf Basis international höchster Marktforschungsstandards und garantiert eine weltweit einheitliche Methodik und Richtigkeit der Daten. Die über 55.000 Interviews in derzeit 33 Ländern und Regionen werden vom internen Forschungsteam von Manpower und der Infocorp Ltd. durchgeführt. Die Studie ist repräsentativ für jedes Land und erlaubt verlässliche Detailanalysen, bezogen auf Länder, Regionen und Branchen. Grundsätzlich rekrutieren sich die Befragten nicht aus dem Kundenstamm von Manpower.

(Redaktion)


 


 

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