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Electronic Banking: Neue Ertragsquellen für die Banken

Der Aufbau von multibankfähigen Firmenkundenportalen gehört für 45 Prozent der Kreditinstitute zu den größten Herausforderungen in den kommenden fünf Jahren. Analog zur Entwicklung im Privatkundenbereich werden künftig immer mehr Unternehmen im Electronic Banking auf diese Portale zurückgreifen statt auf lokal installierte Software-Programme.

Für die Kreditinstitute lohnen sich die Investitionen. So sind 84 Prozent der Banken überzeugt, dass sich auch im Firmenkundenbereich zusätzliche Produkte über das Internet verkaufen lassen. Dies ergab die Studie "Electronic Banking 2008" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi research.

Der neue internetbasierte Electronic-Banking-Standard EBICS ermöglicht es den Banken erstmals, ihren Firmenkunden multibankfähige Portale anzubieten. Die Unternehmen können damit über das Internet-Banking mehrere Konten bei verschiedenen Kreditinstituten verwalten. Bisher mussten sie auf lokal installierte Software-Programme zurückgreifen, die die gemeinsame Verwaltung zwar ermöglichen, aber mit einem großen Installationsaufwand und hohen Kosten verbunden sind. Ein weiterer Vorteil der Portale: Auf sie kann von jedem beliebigen PC, beispielsweise auch von unterwegs, zurückgegriffen werden.

Die Mehrheit der Befragten ist überzeugt: Portale werden künftig mindestens den gleichen Leistungsumfang abdecken können wie Software-Lösungen. Sie werden außerdem darüber hinausgehende Angebote umfassen, die den Banken zusätzliche Ertragsquellen erschließen. 56 Prozent der Institute halten den Vertrieb leicht verständlicher Standardprodukte über das Internet für möglich. 28 Prozent sind überzeugt, dass sich sogar komplexe Produkte online verkaufen lassen.

Vor allem kurzfristige Anlageprodukte im Firmenkundenbereich eignen sich nach Überzeugung der Experten für den Vertrieb über das Internet. Aber auch für die Online-Eröffnung von Kontokorrentkonten, kurzfristige Kreditfinanzierungen, Firmenkreditkarten und Sachversicherungen sehen die Experten gute Chancen.

Einen weiteren Ansatzpunkt für attraktive Dienstleistungsangebote stellt der einheitliche europäische Zahlungsraum (SEPA) dar. Allerdings haben sich die Banken noch nicht konkret entschieden, welche Leistungen auf Basis der SEPA-Zahlungsverfahren künftig angeboten werden sollen.

Doch Firmenkundenportale können mittelfristig noch weit mehr leisten: Absehbar ist, dass über sie künftig auch Handelsplattformen und Marktplätze angebunden werden.

(ots / Björn Godenrath )


 


 

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