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Nachhaltigkeit

Energiebericht 2008 der Stadt Nürnberg

"Konsequentes Energiesparen ist ein Eckpfeiler wirtschaftlichen Handelns und dämpft die Belastung durch steigende Energiepreise erheblich", betonte Nürnbergs Baureferent Wolfgang Baumann bei der Vorstellung des Energieberichts 2008.

Der Strom- und Wasserverbrauch in stadteigenen Liegenschaften konnte im Vergleich zu den Vorjahren weiter verringert werden. Im Bereich Heizenergie ist der Verbrauch sogar deutlich gesunken, was auf den überaus milden Winter in der letzten Heizperiode zurückzuführen ist. Neben dem Energieverbrauch konnte auch der CO2 -Ausstoß von 170.000 Tonnen im Jahr 2002 auf rund 117.000 Tonnen im Jahr 2007 reduziert werden. Trotz des sinkenden Verbrauchs haben sich aber aufgrund der erheblich gestiegenen Energiepreise die Kosten für die Stadt Nürnberg spürbar erhöht.

Die Wirtschaftlichkeit des Kommunalen Energiemanagements (KEM) im Hochbauamt steht für Baumann fest: „Das KEM hat einen Überschuss von 1,33 Millionen Euro erwirtschaftet. Ein Beleg dafür, dass es für die Stadt unverzichtbar ist.“ So konnte der städtische Haushalt im Jahr 2007 bei den Energie- und Wasserkosten der städtischen Liegenschaften und Eigenbetriebe von etwa 36 Millionen Euro um eine Einsparsumme von 1,89 Millionen Euro entlastet werden. Dieser Betrag setzt sich überwiegend aus Einsparungen im Bereich Heizung, Strom, Wasser und Abwasser, aber auch aus Tarifumstellungen zusammen. Dem stehen Ausgaben für Personal- und Sachkosten in Höhe von rund 550.000 Euro gegenüber.

Zusätzlich erbringt das KEM eine Vielzahl von Leistungen, die in diese Bilanzsumme nicht mit eingerechnet sind: Dies sind unter anderem Energieoptimierungen bei Neubau und Sanierung, die Vermeidung von Mehrverbräuchen durch Energiecontrolling sowie die Durchführung von Contractingprojekten. Besonders hervorzuheben sind auch die Aktivitäten des KEM bei der Akquise von Fördergeldern. Der Bericht macht deutlich, dass seit dem Jahr 2005 Fördergelder im Energiebereich für verschiedene städtische Bau- und Sanierungsprojekte in Höhe von circa 1,38 Millionen Euro eingeworben werden konnten. „Diese Gelder verbessern den energetischen Standard der Gebäude und führen zu einer nachhaltigen Reduzierung der Energieverbräuche und -kosten beim späteren Betrieb“, betont der Baureferent.

Die wichtigsten Ziele des KEM sind die Verringerung der Schadstoffemissionen für den städtischen Gebäudebestand, die Senkung der Verbrauchskosten und die Verbrauchsoptimierung. Dabei wird neben dem gebäudebezogenen Energiemanagement auch ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, um nachhaltigen Einfluss auf die Planung und Ausführung von Neubauten wie auch von Bestandssanierungen zu nehmen. Bei der Umsetzung der Selbstverpflichtung des Nürnberger Stadtrats zu einer Reduzierung des CO2 -Ausstoßes um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 ist das Kommunale Energiemanagement ein wichtiger Baustein, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Zusätzlich steigt durch weitere Energiepreiserhöhungen die Bedeutung und das Potenzial von Verbrauchsoptimierung und Kostenreduzierung.

(Redaktion)


 


 

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