Sie sind hier: Startseite Mittelfranken
Weitere Artikel
ECommerce

Erfolgreiche Ansätze bei Shop-Systemen

Steht ein Unternehmen vor der Entscheidung, einen Online-Shop zu betreiben, gibt es viele Dinge zu beachten. Neben der Entscheidung, die Software für einen Online-Shop zu kaufen, zu mieten oder individuell anfertigen zu lassen, gilt es die Auswahl des passenden Internetauftritts mit der Unternehmensstrategie zu verknüpfen. Der Einstieg in den Online-Vertrieb muss sorgfältig geplant sein, denn Internet-Kunden stehen Websites zunehmend kritisch gegenüber und für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Zehn Hinweise zur Shop-Auswahl

Realistische Erwartungen formulieren:
Der Unternehmer muss wissen, was der Shop leisten soll, welche Funktionen von Anfang an gebraucht werden und wie er aussehen soll. Dazu sollte er über den Individualitätsgrad des Shops und die Nutzung eines Warenwirtschaftssystems nachdenken. Die Ziele müssen sowohl finanziell als auch mit einem angemessenen Arbeitsaufwand realisierbar sein.

Genügend Ressourcen während der Planung bereitstellen:
Schon während der Planung müssen ausreichend Zeit und Finanzmittel zur Verfügung stehen. Von Anfang an sollte sorgfältig geplant werden, damit im Nachhinein nicht das System gewechselt werden muss oder Verluste erwirtschaftet werden, weil für das Geschäftsmodell lebenswichtige Funktionen nicht bedacht wurden. Dabei ist professionelle Beratung oft hilfreich, gerade bei größeren Geschäftsvorhaben.

Genaue Einschätzung der zu erwartenden Ausgaben:
Nicht so erfahrene Unternehmer haben häufig keinen Überblick darüber, wie viel in welchen Bereichen ausgegeben werden wird. Oft unterschätzen Unternehmer ihre Ausgaben. Wer z. B. hohe Mietkosten auf sich nimmt, muss sicher sein, dass es sich rentiert. Marketingkosten werden ebenfalls vielfach als zu niedrig angesetzt.

Längerfristige Zukunftsziele setzen:
Schon zu Beginn sollte man planen, wie viele Bestellungen man in den kommenden ein bis zwei Jahren abwickeln möchte und dementsprechend investieren. Oft ist es sinnvoller, nicht zu sehr darauf zu achten, kurzfristig Geld zu sparen. Denn so erreicht man vielleicht seine Finanzziele, scheitert aber möglicherweise bei der Ausweitung des Shops und der Integration neuer Dienste und Funktionen, die langfristig Erfolg sichern könnten.

Beschaffung des entsprechenden Know-Hows:
Zunächst gilt es, genau einzuschätzen, welche Kenntnisse man für welches System überhaupt braucht. Mangelt es bezogen auf das ausgewählte System an eigenen Kenntnissen, müssen diese entweder erlernt oder gekauft werden. Ein Shop-System, das man nicht bedienen kann und das zu terminlichen Schwierigkeiten führt, hilft leider niemandem. Viele Anbieter von Kaufsoftware bieten Seminare zur Weiterbildung an.

Sicherstellung des Supports:
Beim Betrieb der Software kann es immer mal zu Fragen und Problemen kommen. Daher sollte vorher geprüft werden, ob der Anbieter eine Hotline anbietet und wenn nicht, wie schnell er zusagt, auf E-Mails zu antworten. Die Fristen hierfür schwanken zwischen einigen Stunden bis sogar zu einigen Tagen.

Den Kunden als wichtigen Faktor berücksichtigen:
Selbstverständlich ist es wichtig, eine Zielgruppe zu identifizieren und den Shop auf deren Bedürfnisse anzupassen. Dies ist sozusagen Marktforschung in kleinerem Umfang, wobei man auf existierende Statistiken zurückgreifen kann. Zusätzlich muss der Händler wissen, wie seine Kundengruppe angesprochen und an den Shop gebunden werden kann. Daraus ergeben sich weitere Anforderungen, die die Software leisten muss.

Auf Erfahrungen Anderer setzen:
Neben den Erfahrungen anderer Shop-Betreiber, von denen man im Gespräch oder in Foren profitieren kann, sind auch die Erfahrungen der System-Anbieter für Online-Neulinge sehr wertvoll. Sie sollten sich beraten lassen und im Zweifelsfall den Ratschlägen der Experten vertrauen.

Den Markt analysieren:
Nach der Bestimmung der Zielgruppe sollte der Händler die Konkurrenz analysieren. Um sich erfolgreich zu positionieren, muss der Händler wissen, wie groß der Markt ist, den er mit seiner Produktgruppe oder seinem Geschäftsmodell betreten wird und wer die Hauptmitbewerber sind. Dabei kann er sich an der Software der Konkurrenz orientieren. Die Leistung des eigenen Shops muss mindestens so hoch sein wie die der Wettbewerber.

Den täglichen Ablauf bedenken:
Nachdem der Online-Händler die grundlegenden Fähigkeiten zur Bedienung sichergestellt und sich über den Support informiert hat, gilt es abzuklären, welche administrativen Aufgaben das Shop-System erfordert und ob sie in den Wochenablauf zu integrieren sind. Schließlich muss er entscheiden, ob die Projekte mit der geplanten Mitarbeiterzahl zu bewältigen sind.

Fazit

Wie die Entscheidung des Händlers in Bezug auf die passende Onlineshop-Software auch ausfallen wird, es ist wichtig, dass der Online-Shop auf das Geschäftsmodell abgestimmt ist. Dabei gibt es keinen optimalen Weg. Vielmehr muss jeder Händler in Abhängigkeit von der Art der Produkte, der Größe des Shops, dem geplanten Arbeitseinsatz und natürlich dem vorhandenen Budget die für ihn passende Strategie entwickeln und den Online-Shop auf die daraus resultierenden Anforderungen anpassen. Daher ist es ratsam, genügend Zeit für die Planung und Entwicklung einer Geschäftsidee zur Verfügung zu stellen. Da der Internethandel ein sehr flexibler und dynamischer Markt ist, empfehlen Experten und Software-Hersteller einen möglichst umfangreichen Funktionskatalog auszuwählen, oder zumindest ein modulares System, welches noch ausgebaut werden kann.

Quelle: Leitfaden für Shop-Einsteiger

(E-Commerce- Center-Handel)


 


 

Shop
Shop-System
Händler
Geschäftsidee
Unternehmer
Dabei
Planung
Markt
Produkte
Erfahrungen Anderer

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Shop" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: