Erkältungszeit
Bloß niemanden anstecken - außer im Büro
Düsseldorf. In den Wintermonaten kommt kaum jemand um sie herum: die klassische Erkältung inklusive Schnupfen, Husten und Heiserkeit. Wer von ihr geplagt ist, tut in der Regel einiges, um seinen Mitmenschen das gleiche Schicksal zu ersparen. Zur Arbeit gehen jedoch trotzdem viele.
Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der "Apotheken Umschau". Demnach meinen fast 64 Prozent der befragten Berufstätigen, es sich nicht erlauben zu können, wegen einer einfachen Erkältung am Arbeitsplatz zu fehlen. Weit weniger als die Hälfte glauben, dass ihr Arbeitgeber volles Verständnis dafür habe, wenn sie sich bei einer Erkältung krank melden und so die Kollegen nicht anstecken. Im privaten Bereich nimmt die Mehrheit der Befragten hingegen deutlich mehr Rücksicht. Vorsorgemaßnahme Nummer 1, um andere zu schützen, ist das Handvorhalten beim Husten. Dies praktizieren fast alle. Jeder Zweite versucht in Gegenwart anderer, seinen Niesreiz möglichst zu unterdrücken. In etwa genau so hoch ist der Anteil derjenigen, die sich nach dem Naseputzen sofort die Hände waschen. Wenn möglich, verschieben knapp 58 Prozent der Studienteilnehmer private Termine, um andere nicht anzustecken. Doch es gibt auch weniger Rücksichtsvolle: Etwa jeder Vierte erklärt, trotz Erkältung ins Konzert, Theater oder Kino zu gehen. Wenn sich andere Besucher durch das unvermeidbare Schniefen, Niesen oder Husten gestört fühlten, dann sei das deren Problem.
(Redaktion)
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