Weitere Artikel
Erneuerbare Energien

Solar Millennium: Grundsteinlegung für den weltgrößten Solarkraftwerksstandort

US-Innenminister Ken Salazar, Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown und Joseph DeConinck, Bürgermeister von Blythe, haben zusammen mit Vertretern von Solar Millennium und Solar Trust of America am vergangen Freitag den Grundstein für den Solarkraftwerksstandort Blythe gelegt.

Die Arbeiten für die ersten zwei Kraftwerke mit einer Nettoleistung von jeweils 242 Megawatt (MW) haben Ende 2010 begonnen. Solar Trust of America, die US-amerikanische Unternehmenseinheit innerhalb der Solar Millennium Gruppe, plant an diesem Standort bis zu vier solarthermische Kraftwerke mit insgesamt rund 1.000 MW Leistung. Zusammen können die vier Solarkraftwerke genügend Strom für über 300.000 amerikanische Haushalte produzieren und damit rund zwei Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen pro Jahr einsparen. Dass die kalifornische Mojave-Wüste zu den weltweit besten Standorten für Solarenergie gehört, zeigte sich während der Zeremonie an den 45 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten.

„Der Grundstein für den dann größten Solarkraftwerksstandort der Welt ist nicht nur ein Meilenstein für eine nachhaltige Energiewirtschaft unserer Nation, sondern zeigt auch, dass die Vereinigten Staaten beabsichtigen, bei Zukunftstechnologien die Führungsrolle zu übernehmen“, so Salazar im Rahmen der Zeremonie. „Dieses Projekt führt uns deutlich vor Augen, wie wir durch die Nutzung unserer erneuerbaren Ressourcen gleichzeitig Arbeitsplätze vor Ort schaffen und dabei zur Energiesicherheit unseres Landes beitragen.“ Dr. Christoph Wolff, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG ergänzte: „Blythe stellt zugleich einen Meilenstein für Solar Millennium als auch für die Erfolgsgeschichte der Solarenergie dar: Erstmals wird hier Solarenergie in Leistungsgrößen von Kernenergie oder großen Kohlekraftwerken nutzbar gemacht.“ Die Gesamtinvestitionssumme für die ersten zwei geplanten solarthermischen Kraftwerke am Standort Blythe beträgt insgesamt rund 2,8 Milliarden US-Dollar.

Erst vor wenigen Wochen hatte US-Energieminister Dr. Steven Chu der Projektgesellschaft das sogenannte Conditional Commitment offeriert, die bedingte Zusage für Kreditgarantien in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar. Die Kreditgarantien sind die Voraussetzung für die Fremdkapitalfinanzierung von rund 75 Prozent der Baukosten für die ersten beiden 242 MW Kraftwerke. Das Conditional Commitment enthält die Vertragsbedingungen, die der Antragsteller erfüllen muss, um die Kreditgarantien des US-Energieministeriums zu erhalten. Der Vorstand von Solar Millennium geht davon aus, dass alle Bedingungen, insbesondere der Finanzierungsabschluss für die beiden Kraftwerke, bis zum Spätsommer dieses Jahres erfüllt werden können. Solar Trust of America rechnet während der Bauphase mit der Schaffung von rund 1.000 direkten Arbeitsplätzen plus mehrerer tausend indirekter Arbeitsplätze durch die Lieferbeziehungen. Die beiden Kraftwerke sollen bis 2014 ans Netz gehen. Die finale Baugenehmigung für alle vier geplanten Kraftwerke am Standort Blythe wurde bereits im Herbst 2010 erteilt.

Der Strom von Blythe 1 und 2 wird vom amerikanischen Energieversorger Southern California Edison abgenommen. Dieser erfüllt damit Vorgaben des Staates Kalifornien zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der gesamten Stromproduktion. Die kalifornischen Energieversorger sind seit Anfang des Jahres dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 33 Prozent ihrer Stromerzeugung durch erneuerbare Energien abzudecken.

(Redaktion)


 


 

Solar Millennium
Blythe
Solarkraftwerk
Erneuerbare Energien
Dr. Christoph Wolff

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Solar Millennium" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: