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Leoni

Erneute Änderung der Jahresprognose

Die Finanzkrise schlägt zu: Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe berichtet, musste der Nürnberger Automotive-Zulieferer Leoni zum zweiten Mal binnen vier Wochen seine Prognose für 2008 herabsetzen.

Der Vorstand des größten europäischen Herstellers von Kabel- und Bordnetzen geht nun nicht mehr davon aus, einen Umsatz von 3 Mrd. € und ein Ebit (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 140 Mio. € zu erzielen. Aufgrund des Nachfrageeinbruchs um 25 Prozent im vierten Quartal wird der Umsatz vermutlich bei 2,9 Mrd. € liegen, das Ebit bei nur 95 Mio. €.

Zuletzt war das Unternehmen durchschnittlich mit 15 Prozent pro Jahr gewachsen, doch an eine Prognose für 2009 wagt sich niemand. Leoni ist mit über 70 Prozent seines Umsatzes direkt von den Automobilherstellern abhängig. Konsequenz aus der Krisenstimmung in der Branche: Entlassung von Leiharbeitern, keine Weiterverlängerun von befristeten Verträgen und Herabsetzung der Wochenarbeitszeit für die Stammbelegschaft.

Die Börse reagierte auf die Ankündigungen wie erwartet mit Verkäufen der Leoni- Aktie . Der Kurs sank bis auf 7,55 € und steht nach einer leichten Erholung wieder bei knapp 10 € - 80 Prozent weniger als noch 2008. Zuletzt hatte der Automotive-Zulieferer Leoni mit einem durchschnittlichen Wachstum von 15 Prozent geglänzt und ein Werk in Russland gekauft (wir berichteten).

(Redaktion)


 


 

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