Weitere Artikel
Sportartikel

Erst recht während der Leichtathletik-WM: adidas vs. Puma

Herzogenaurach ist nicht nur Sitz der beiden Sportartikelhersteller adidas und Puma sondern gleichzeitig Austragungsort ihrer Gegnerschaft. So hat Puma sein neues Hauptquartier in der Kleinstadt in unmittelbarer Nähe zu adidas errichtet. Die Entwicklung der Geschäfte der beiden Konzerne sieht in der Wirtschaftskrise dabei höchst unterschiedlich aus: Während der Konzernumsatz bei adidas dramatisch eingebrochen ist und das Unternehmen daraufhin einen Umbau des Vorstands beschloss, überraschte Puma Ende Juli mit guten Zahlen und kann sich zudem nun auch noch über einen Weltrekord freuen, der von Usain Bolt in Puma-Schuhen gelaufen wurde.

Zwischen den beiden Konkurrenten liegen dennoch nach wie vor Welten. Während adidas im zweiten Quartal dieses Jahres auf einen Umsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro kam, schaffte es Puma lediglich auf 600 Millionen. Auf sein operatives Geschäft bezogen wirtschaftet Puma indes allerdings deutlich besser und rangiert sogar vor Sportartikel-Weltmarktführer Nike.  Während die Marke mit dem Raubtier auf eine Rohertragsmarge von 50 Prozent kommt, schafft es adidas immerhin auf 45 Prozent. Die Rohertragsmarge gibt an, wie viel ein Unternehmen nach Abzug der Herstellungskosten verdient – gerade in der Sportartikelbranche wird so gerne die Profitabilität von Unternehmen verglichen.

Dabei hatte in Herzogenaurach alles so friedlich angefangen. Gemeinsam gründeten die Brüder Rudolf und Adolf, genannt Adi, vor dem zweiten Weltkrieg die Schufabrik „Gebrüder Dassler“, die schon damals sehr erfolgreich wurde. Durch die Wirren des zweiten Weltkrieges kamen jedoch bald Spannungen auf. So soll Rudolf seinem Bruder Adi vorgeworfen haben, dessen Zeit in Kriegsgefangenschaft genutzt zu haben, um seine Vormachtstellung im Unternehmen auszubauen. Nach seiner Freilassung kam es bald zur Spaltung der gemeinsamen Firma – die Brüder bekriegten sich fortan bis an ihr Lebensende.

BUCHEMPFEHLUNG:

Wie dem auch sei: Die Strategien beider Unternehmen unterscheiden sich bis heute. Während adidas darauf setzt, neben seiner Hauptmarke auch an Lifestyle-Labels wie „Originals“, „Style Essentials“ oder „Y3“ arbeitet, setzt Puma hauptsächlich auf die Kernmarke. Dennoch wagte Puma zuletzt auch den Einstieg ins Geschäft mit Segelbekleidung. Nach wie vor eint beide Unternehmen die Gegnerschaft zu Nike. In den USA hat sich der Branchenführer hartnäckig festgesetzt. Darüberhinaus macht sich inzwischen auch in China ein landeseigener Sportartikelhersteller namens Li Ning auf, die heimischen Regale mit seinen Sportartikeln zu füllen.


(Redaktion)


 


 

leichtathletik
adidas
puma
sportartikel
adolf
adi
dassler
rudolf
herzogenaurach
konzern
firma

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "leichtathletik" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: