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Faber-Castell

Familienbewusste Personalpolitik

Seit 2003 fördert die Metropolregion Nürnberg die Initiative "Familienbewusste Personalpolitik", um im Wettbewerb der Regionen ein attraktives Alleinstellungsmerkmal zu etablieren. Seit 2006 ist der Stiftehersteller Faber-Castell Mitglied im mehr als 130 Unternehmen umfassenden Netzwerk "Familienbewusste Personalpolitik".

Seit Beitritt zum Netzwerk hat das Unternehmen intensiv daran gerarbeitet für die Mitarbeiter eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie herbeizuführen. Ein Arbeitskreis wurde ins Leben gerufen, der nun alle sechs bis acht Wochen tagt und konkrete Maßnahmen erarbeitet.

Zunächst wurde mittels eines Fragebogens an den Standorten Stein und Geroldsgrün die Bedarfe der Eltern ermittelt. Überraschenderweise führte nicht der Wunsch nach täglicher Betreuung der Kinder die Wunschliste an, sonden die Mehrheit der Befragten bevorzugte Hilfe bei der Ferien- und Notfallbetreuung. Daraufhin entwickelten Faber-Castell und der Arbeitskreis Maßnahmen, die Eltern und Unternehmen entgegenkommen.

Seit 2008 führt Kinderhaus e.V. das Kinderferienprogramm bei Faber-Castell durch. Der Stiftehersteller unterstützt das Programm mit 100 € pro Woche und Mitarbeiter. Mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten das Programm im vergangenen Sommer, welches nun jährlich wiederholt werden soll.

Darüber hinaus stellt Faber-Castell in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Ottilie aus Stein Kindergartenplätze für den Mitarbeiter-Nachwuchs zur Verfügung. Das Angebot wurde bislang eher sporadisch genutzt. Die Eltern möchten ihre Sprösslinge möglichst lange nahe bei sich haben, vermutet Marina Strauch, Personalreferentin bei Faber-Castell und Leiterin der Arbeitsgruppe "Familie und Beruf".

Um falsche Vorstellungen über Schwangerschaft und Elternzeit abzubauen, hat das Unternehmen einen "Leitfaden für werdende Mütter und Vorgesetzte" aufgelegt. Die werdenden Eltern finden darin u.a. Informationen über Stillzeit, Elterngeld und Möglichkeiten der Freistellung. Des weiteren plant Faber-Castell, abwesende Eltern in Weiterbildungsmaßnahmen zu integrieren und via Hauszeitung, Intranet und Newsletter über die Vorgänge im Unternehmen auf dem laufenden zu halten.

Unbestrittener Höhepunkt in einem familienfreundlichen Unternehmen sind zweifelsohne die Kindertage. Seit 2007 findet dieser bei Faber-Castell am schulfreien Buß- und Bettag statt. Die Kleinen haben dann die Möglichkeit, den Arbeitsplatz ihrer Eltern näher unter die Lupe zu nehmen und in Workshops die Bleistiftfertigung hautnah zu erleben. 2008 konnte das Unternehmen 90 Kinder begrüßen.

Neben der Kinderbetreuung unterstützt Faber-Castell seine Mitarbeiter noch in weiteren Alltagsaufgaben, beispielsweiswe durch Sonderkonditionen bei Schusterei und Reinigung oder einem Abholservice. Dabei soll es aber nicht bleiben. Um die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger zu erleichtern, prüft das Unternehmen die Schaffung von Teilzeitarbeitsplätzen und Vermittlung von Pflegediensten und -plätzen in der Region.

(Redaktion)


 


 

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