Keine Stille Nacht
Mehrzahl der Berufstätigen arbeitet während der Weihnachts-Feiertage
SaarLorLux. Wie eine globale Umfrage von Regus, einem Anbieter flexibler Arbeitsplatzlösungen, zeigt, ist die Mehrzahl der Beruftätigen "zwischen den Tagen" im Büro anzutreffen. Meist, um liegengeliebene Aufgaben nachzuholen. Psychologe Andreas Fida-Taumer lobt die Einsatzbereitschaft, warnt aber auch vor Burn-Out-Erscheinungen durch Übereifer.
"Vor allem Berufstätige, die am Anfang ihrer Karriere stehen, signalisieren mit der Arbeit an Feiertagen eine hohe Leistungsbereitschaft", erklärt der Wiener Psychologe Andreas Fida-Taumer. Natürlich spiele auch die Angst um den Job eine Rolle.
"Vor allem im Zuge der Finanzkrise zeigen Mitarbeiter mehr Einsatz", betont der Fachmann.
Knapp die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Zeit während der Feiertage eher genutzt wird, unvollendete Aufgaben fertigzustellen. Die Umfrage zeigt andererseits, dass 39 Prozent der Ansicht sind, dass in dieser Zeit nur wenig Produktives erreicht wird.
"Die Betroffenen stehen auch unter einem gewissen Gruppendruck und möchten mit ihrer Abwesenheit nicht aus der Reihe scheren", so Fida-Taumer.
Freizeit nachholen
Weitere Umfrageergebnisse: Zwei von fünf Befragten, die über die Feiertage arbeiten, nehmen dafür einen langen Arbeitsweg auf sich. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter kleinerer Unternehmen (58 Prozent) während der Feiertage arbeiten, ist größer als die, dass Mitarbeiter größerer Firmen (48 Prozent) in dieser Zeit arbeiten.
"Berufstätige, die an den Feiertagen arbeiten, müssen die verloren gegangene Freizeit nachholen. Pausen sollen ebenso während der Arbeit an Festtagen eingehalten werden", empfiehlt Fida-Taumer. Sonst drohe die Gefahr eines Burnouts.
"Wir beobachten eine Zunahme von Fällen - nicht nur durch Mehrarbeit - sondern auch durch Mobbing und Stress", sagt der Experte abschießend.
(FN)
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