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Korruptionsaffäre

Ferrostaal klagt gegen MAN

Der unter Korruptionsverdacht stehende Industriedienstleister Ferrostaal klagt gegen den ehemaligen Hauptanteilsinhaber MAN auf Herausgabe zurückliegender Gewinne.

Die Ferrostaal-Äffare weitet sich aus. Der Industriedienstleister mit Sitz in Essen verlangt Gewinne, die an den früheren Mutterkonzern MAN abgeführt wurden, zurück. Nach der Ablehnung dieser Forderung verklagt Ferrostaal den Fahrzeug- und Maschinenkonzern MAN. Ein Mahnbescheid über 25,3 Millionen Euro wurde bereits eingereicht.

Doch das ist erst der Anfang. Ferrostaal hat bei der Revision der Jahresabschlüsse von 1999 bis 2008 einen Betrag von 103 Millionen Euro ermittelt, den das Unternehmen von MAN erstattet haben will. Dieser Betrag wird mit zweifelhaften Zahlungen in Verbindungen gebracht, wie interne Untersuchungen ergeben haben. Ferrostaal steht immer noch in Bedrängnis aufgrund einer weltweiten Korruptionsaffäre. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zahlreiche, meist ehemalige Mitarbeiter.

MAN hatte im März 2009 siebzig Prozent der Ferrostaal-Anteile an den arabischen Staatskonzern IPIC verkauft. Wenige Monate später geriet die Schmiergeldaffäre in den Fokus der Staatsanwaltschaft. Die Korruptionsvorwürfe liegen wie ein dunkler Schatten über weiteren Gesprächen zur künftigen Eigentümerschaft. IPIC fühlt sich von MAN betrogen.

(Redaktion)


 


 

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