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Gewerbeimmobilien

Rekord-Investmentjahr 2013

Deutschland konnte sich 2013 weiter als wichtiger Investitionsstandort behaupten. Bundesweit wurden etwa 30,8 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien angelegt – knapp 21 Prozent mehr als im bereits sehr guten Vorjahr. Dies ergibt eine Analyse des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate.

Die Jahresendrallye sei wie erwartet eingetreten und habe das Transaktionsvolumen über die 30-Milliarden-Euro-Schwelle steigen lassen, erläutert Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland (BNPPRE), „mit rund 11,8 Milliarden Euro Investmentumsatz konnte das beste Quartalsergebnis der vergangenen sechs Jahre erzielt werden. Die Tatsache, dass alle wichtigen Assetklassen deutlich zulegen konnten, unterstreicht die breite Nachfragebasis und das nicht nur ungebrochen große, sondern tendenziell sogar noch steigende Interesse an deutschen Immobilien. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Zunahme des Wirtschaftswachstums werden sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Jahr noch verbessern.“

Demnach haben sowohl Einzeldeals als auch Portfolio-Transaktionen zugelegt. Einzelverkäufe konnten ihren Umsatz um knapp 17 Prozent auf 23 Milliarden Euro steigern und tragen damit fast 75 Prozent zum Gesamtergebnis bei. Bei Portfolio-Deals wuchs der Investmentumsatz sogar um rund ein Drittel auf 7,82 Milliarden Euro. Mitverantwortlich hierfür sei auch das große Interesse ausländischer Anleger, die fast 45 Prozent zum Portfolio-Umsatz beitrugen. Bemerkenswert sei vor allem auch die Rückkehr größerer Büroportfolio-Verkäufe, die in den vergangenen Jahren Seltenheitswert hatten. Insgesamt seien rund 2,6 Milliarden Euro in diesem Marktsegment angelegt, mehr als fünfmal so viel wie im Vorjahr, so die Auswertung von BNPPRE. Auch dies könne als Indiz dafür gewertet werden, dass sowohl nationale als auch internationale Investoren positiv auf die weitere Entwicklung Deutschlands blicken und die im internationalen Vergleich stabilen Rahmenbedingungen zu schätzen wissen. Bezogen auf das Transaktionsvolumen insgesamt liege der Anteil der ausländischen Investoren bei 33 Prozent und damit relativ betrachtet etwas niedriger als im Vorjahr.

Büroimmobilien stehen an der Spitze

Der Analyse zufolge tragen Büroimmobilien mit 44 Prozent zum Gesamtumsatz bei und liegen damit vorn. Wie bereits im Vorjahr folgen Einzelhandelsobjekte mit knapp 29 Prozent auf dem zweiten Platz. Deutlich zugelegt haben demnach auch Logistikimmobilien, deren Anteil sich auf 9 Prozent beläuft, was einem Investitionsvolumen von 2,76 Milliarden Euro entspricht. Auf dem vierten Rang folgen Hotels mit einem Anteil von 5,5 Prozent. Auch diese Assetklasse verzeichnete ein erheblich größeres Transaktionsvolumen als im Vorjahr.

Hamburg gehört zu den umsatzstarken Investmentstandorten

„Besonders profitiert vom starken Investmentumsatz haben auch die Big-Six-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München). Mit 18 Milliarden Euro konnte das Vorjahresergebnis um gut 26 Prozent übertroffen werden. Mit Ausnahme von Berlin, wo mit 3,59 Milliarden Euro ein leichter Rückgang um 7 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2012 zu beobachten war, konnten alle übrigen Städte deutlich zulegen. Die deutschen Top-Standorte gehören damit weiterhin zu den bevorzugten Anlagezielen der meisten Investoren“, betont Sven Stricker, Geschäftsführer und Bereichsleiter Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Eindeutiger Spitzenreiter sei München mit einem Umsatz von 4,74 Milliarden Euro (+31 Prozent), gefolgt von Frankfurt mit 3,89 Milliarden Euro (+21 Prozent) und Berlin. Aber auch Hamburg weise mit 2,68 Milliarden Euro ein um 24 Prozent höheres Transaktionsvolumen auf. Die größte Dynamik habe der Düsseldorfer Investmentmarkt gezeigt, wo das Ergebnis um 150 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Erfreulich sei auch, dass in Köln mit 1,03 Milliarden Euro (+82 Prozent) wieder einmal die Milliarden-Euro-Schwelle überschritten und ein hervorragendes Ergebnis erzielt wurde.

Aufgrund der großen Nachfrage hätten die Bürorenditen an fast allen Standorten noch einmal nachgegeben, heißt es. Am teuersten bleibe weiterhin München mit einer Netto-Anfangsrendite von 4,40 Prozent, gefolgt von Hamburg und Frankfurt mit jeweils 4,65 Prozent. Aber auch in Berlin (4,70 Prozent) und Düsseldorf (4,75 Prozent) hätten die Renditen weiter nachgegeben. Als letzter der Top-Sechs-Standorte habe mittlerweile auch Köln die 5-Prozent-Schwelle durchbrochen und verzeichne eine Spitzenrendite von 4,85 Prozent.

„Deutschland hat seine Bedeutung als wichtiger und im internationalen Vergleich vor allem stabiler und sicherer Investitionsstandort mit dem erzielten Transaktionsvolumen eindrucksvoll untermauert. Vor dem Hintergrund der sich tendenziell noch verbessernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das große Interesse der Investoren auch im laufenden Jahr unvermindert anhalten. Ein wichtiger Grund hierfür ist auch, dass viele Anleger weiterhin über eine gute Eigenkapitalausstattung verfügen. Damit spricht aus heutiger Sicht alles dafür, dass auch 2014 ein sehr gutes Investmentjahr werden dürfte, in dem der durchschnittliche Investmentumsatz erneut klar übertroffen werden sollte“, fasst Piotr Bienkowski die Aussichten zusammen.

(Redaktion)


 


 

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