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Halbjahres-Statistik

Zahl der Unternehmens-Insolvenzen sinkt um 11,1 Prozent

Das Wirtschaftswachstum hat der finanziellen Stabilität der Unternehmen gut getan. Durch den kraftvollen Aufschwung gehen die Insolvenzzahlen spürbar zurück. Im ersten Halbjahr 2011 haben 14.960 Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Das sind 11,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (16.820).

Auch die Zahl der Verbraucher-insolvenzen ist rückläufig, mit minus 5,1 Prozent aber weniger stark als bei den Unternehmen. 51.300 Verbraucher erklärten in den ersten sechs Monaten 2011 ihre Zahlungs-unfähigkeit. In der Vorjahresperiode waren es 54.070.

Bisher hat erst ein geringer Teil der insolventen Verbraucher den Weg aus den Schulden gefunden. Rund 20.000 Deutsche hatten bis zum Jahresende 2010 ihre Wohlverhaltensphase erfolgreich absolviert und die Restschuldbefreiung erhalten. Zum Vergleich: Seit 1999 wurden mehr als 700.000 Privatinsolvenzen verzeichnet.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Insolvenzen beläuft sich - laut Creditreform - allein in den ersten sechs Monaten 2011 auf 10,4 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 14,7 Milliarden Euro). Schätzungsweise 110.000 Arbeitsplätze sind bedroht. Aufgrund des kleinteiligen Insolvenzgeschehens verringerte sich die Zahl der gefährdeten Stellen um 29,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (155.000). Dabei findet sich etwa ein Drittel der bedrohten Jobs (32,5 Prozent) in Großunternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern (Vorjahreszeitraum: 44,8 Prozent).

Rückgang in allen Hauptwirtschaftsbereichen

In allen vier Hauptwirtschaftsbereichen gehen die Insolvenzzahlen zurück. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnet mit 1.250 gemeldeten Fällen 13,8 Prozent weniger Insolvenzen im Vergleich zur Vorjahresperiode – beim Baugewerbe sind es 6,0 Prozent weniger (2.340 Fälle). Im Handel ging die Zahl der Insolvenzmeldungen um 19,9 Prozent auf 2.890 Fälle zurück, im Dienstleistungsgewerbe um 8,5 Prozent auf 8.480 Insolvenzen. Das Gros der registrierten Unternehmensinsolvenzen entfällt mit 56,7 Prozent erneut auf den Dienstleistungssektor, der damit seinen Anteil am deutschen Insolvenzgeschehen ausbaut. 


 


 

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