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Umfragen zur CSU

Guttenberg genießt mehr Vertrauen als Seehofer

Knapp die Hälfte der Bundesbürger (48 Prozent) ist nach einer Umfrage der Ansicht, dass die CSU wieder mehr Vertrauen genösse, wenn sie anstelle von Ministerpräsident Horst Seehofer Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als Parteichef hätte. 35 Prozent gehen nicht davon aus, 17 Prozent hatten keine Meinung.

Auch 54 Prozent der Bayern sind der Umfrage zufolge davon überzeugt, dass die Partei unter zu Guttenberg besser dastehen würde als unter Seehofer. Bei den Anhängern der Union glauben dies sogar 60 Prozent. Dieser Auffassung sind ebenso mehrheitlich die Anhänger von SPD, FDP und Grünen. Anders die Wähler der Linken: Nur 30 Prozent von ihnen sagen, dass die CSU mit zu Guttenberg ein besseres Bild abgeben würden, 44 Prozent finden das nicht.

Am Wochenende findet in München der Parteitag der CSU statt. Dort wollen die Delegierten auch über eine neue Frauenquote abstimmen. Nur eine Minderheit der Deutschen ist der Ansicht, dass die CSU diese Quote einführen sollte. Dies ergab eine weitere Forsa-Umfrage für den stern. Danach glauben nur 45 Prozent der Befragten, dass eine Frauenquote zur CSU passt (41 Prozent der Männer, 49 Prozent der Frauen). Unter den bayrischen Wählern sind dieser Ansicht sogar nur 43 Prozent.

Seehofer will der Partei mit der Quote einen moderneren Anstrich verpassen. Die CSU will eine 40-Prozent-Frauenquote für den Landesvorstand und die Bezirksvorstände einführen. Damit bleibt sie allerdings hinter den Forderungen der Frauen-Union zurück, die ursprünglich eine 40-Prozentquote für alle Ämter und Mandate verlangt hatte. Nach dem aktuellen Kompromiss bleiben die begehrten Mandate für Bundestag, Landtag und die Posten der Landräte und Oberbürgermeister weiter quotenfrei.

Führende CSU-Frauen zeigten sich dennoch zufrieden. Die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte dem stern: "Allein die Intensität mit der in den letzten Wochen über die Quote diskutiert wurde, ist ein Erfolg." Die Präsidentin des bayrischen Landtags, Barbara Stamm sagte: "Der Kompromiss ist ein Anfang." Seehofer hatte die Forderung der Frauen-Union nach einer Quote unterstützt. Sollte sogar die neue, weniger weit reichende Regelung beim Parteitag durchfallen, wäre dies eine Schlappe für den CSU-Chef.

Datenbasis: 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 21. und 22. Oktober 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Institut: Forsa. Auftraggeber: stern

(ots/ stern)


 


 

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