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Aus "online" wird "no line"

Die Kunden differenzieren heute nicht mehr nach Kanälen, sondern nutzen verschiedene Zugangswege zu ihrem Händler – je nach Laune und Rahmenbedingungen.

Alastair Bruce, Director Retail Google Germany, präsentierte kürzlich auf dem Verbundgruppen-Treffen PEAK 2011 überraschende Zahlen: 700 Millionen Menschen treffen weltweit ihre Kaufentscheidungen online, 75 Prozent der Deutschen informieren sich vor dem Kauf im Internet. Doch ist das Netz auch global, der Handel bleibt lokal: 80 Prozent der Einkäufe werden immer noch im Radius von 4 Kilometer getätigt, so Bruce.

Seine Schlussfolgerung: Ein mittelständisches Handelsunternehmen kann nur erfolgreich sein, wenn es die reale und die digitale Welt miteinander verbindet: „no-line“ statt reiner Online-Handel sei gefragt. "Die Kunden unterscheiden nicht mehr zwischen den Kanälen, kaufen nicht mehr gezielt on- oder offline. Vielmehr suchen sie verschiedene Zugangswege zu ihrem Shop: im Internet, über das Smartphone – oder das stationäre Geschäft in der Innenstadt", erläutert Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Professor für BWL, Management und Handel und Leiter eWeb-Research-Center der Hochschule Niederrhein, diesen neuen Trendbegriff.

Doch die Chancen, die mit der wachsenden Zahl der Kommunikationskanäle verbunden sind, stellen zugleich auch ein erhöhtes Risiko dar: Ein Kunde, der im Internet, auf dem Smartphone oder dem Tablet-PC ein schlechtes Nutzererlebnis hat, meidet höchstwahrscheinlich auch den stationären Laden oder das Teleshopping-Angebot und ist dann für das betroffene Unternehmen einfach komplett offline. "Die kleinen und mittleren Handelsunternehmen sind hier noch nicht auf der Höhe der Zeit. Ich habe die Sorge, dass der Mittelstand überrollt wird“, warnte auch Alastair Bruce auf der PEAK 2011.

Investitionen in digitale Strategien seien dringend notwendig. „Love the data“ forderte der Google-Manager die Zuhörer auf. Online-Daten seien „das neue Öl“ und von hohem Wert für die Handelssteuerung. Das zeigte der Google-Manager den Zuschauern exemplarisch am Google-Programm „Insights for Search“. Hier können durch die Auswertung von Suchanfragen aktuelle Nachfragetrends erkannt und direkt in die Beschaffungsplanung integriert werden.

(Redaktion)


 


 

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