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Heirat

Eheringe: Symbol der Spießigkeit?

Seit Jahren bekommen hoffnungsvolle Paare den Satz um die Ohren gehauen: Jede dritte Ehe wird geschieden. Heiraten sei out, früher oder später würde sowieso die Scheidung kommen. Dabei ist der Trend seit ein zwei Jahren durchaus gegenläufig.

Angesichts der allgemein-gesellschaftlichen Entwicklung werden bei  jungen Leuten althergebrachte Werte wie Heirat und Familie wieder wichtiger. Man träumt wieder davon, sein Leben lang glücklich mit ein- und demselben Partner alt zu werden.

Ist diese Vorstellung spießig? Nein. Sie zeugt vielmehr davon, dass auch die Jugendlichen heutzutage ihre Umgebung und die Entwicklungen in unserer Gesellschaft als zu unsicher wahrnehmen, und sich deshalb wieder auf das besinnen, was in den meisten Fällen eine Generation zuvor auch schon als sicher galt: die eigene Familie. Dazu gehört natürlich der Traum einer wunderschönen Hochzeit in weiß mit dem Versprechen, sich für immer treu zu sein und Freud und Leid miteinander zu teilen. So schön diese Absicht auch ist und so ernst man es in dem Moment auch meint, sprechen die Statistiken immer noch eine andere Sprache. Aber das Problem ist nicht, dass es nicht mehr möglich ist, 30 oder 40 Jahre miteinander verheiratet zu bleiben, weil man heutzutage mobil und flexibel auf dem Arbeitsmarkt sein muss oder andere äußere Umstände das Zusammenleben erschweren. Das Problem sind unsere zu hohen Ansprüche.

Man sollte sich einfach von dem Gedanken verabschieden, dass eine jahrelange Ehe einfach so hält, ohne das man etwas dafür tun muss. Und das man immer glücklich miteinander ist, ohne Tiefen oder schlechte Phasen. Oder das sich der Partner irgendwann ändern wird. Das wird er nämlich nicht. Die Frage ist nur, ob man trotzdem viele Jahre mit ihm zusammenleben will. Wohlgemerkt will, nicht kann! Ob nun Ehen besser funktionieren, in denen die Partner sich dessen sehr wohl bewusst sind, oder ob blauäugig geschlossene Ehen, in denen die Partner sich irgendwann an die Realität gewöhnen müssen und damit umgehen lernen, länger halten, weiß man nicht genau. Aber in jedem Fall sollte bei einer Heirat das romantische Gefühl von Hoffnung und dauerhafter Liebe gegenüber der rationalen Vernunft überwiegen. Schließlich will man die Eheringe nur mit jemandem tauschen, der nicht von vornherein davon ausgeht, dass alles auch mal wieder enden kann.

Weddingplanner feiern Konjunktur, geheiratet wird zwar immer später, aber dafür häufiger. In die Heirat wird investiert, schließlich soll die Feier genau das ausdrücken, was man sich so sehr wünscht: den Einschnitt für ein fortan behütetes Leben voller Liebe, Zärtlichkeit und Kindern. In der Hochzeitsfeier soll sich das manifestieren, von dem hofft, es möge einen als Paar für den Rest des Lebens begleiten. Spießig ist das ganz und gar nicht. Vielmehr ein optimistischer und hoffnungsvoller Ausblick in die Zukunft, den man allen jungen Leuten heutzutage wünschen möchte.

(Redaktion)


 


 

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