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Nürnberger Hotellerie profitiert von Messen

Die Bedeutung der Messen für die Hotellerie hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Von 2001 bis 2008 haben die größten deutschen Messegesellschaften durchschnittlich pro Jahr etwa 6,8 Millionen Übernachtungen bewirkt. Das ist das Ergebnis der Studie "Die Bedeutung der Messen für die Hotellerie" von Roland Berger Strategy Consultants.

"Messen werden für die Hotellerie immer wichtiger", sagt Norbert Stoeck, Leiter der Practice Group Mega Events&Trade Fairs bei Roland Berger Strategy Consultants. Im Vergleich zum Zeitraum 2001 bis 2004 hat der Beitrag der Messen zur Kapazitätsauslastung der Beherbergungsbetriebe in den vergangenen vier Jahren von 7,2 Prozent auf 7,6 Prozent zugenommen. Der auf den ersten Blick nur geringe Bedeutungsanstieg erklärt sich durch den deutlichen Anstieg der Bettenkapazität um 19 Prozent - vor allem in Berlin.

In Düsseldorf profitiert die Hotellerie am meisten: Die Stadt kann nicht nur die meisten Messe-Übernachtungen insgesamt vorweisen (1,4 Millionen), sondern die Messen tragen hier auch mit 18,2 Prozent (bezogen auf die jährliche Zimmerkapazität) am meisten zur Kapazitätsauslastung bei. Hannover erreicht ebenfalls rund 1,35 Millionen Übernachtungen. Wegen der relativ großen Veranstaltungen in Verbindung mit der begrenzten Kapazität in der Stadt selbst erzielt die Deutsche Messe dort die mit Abstand größten Effekte für das Umland.

Mit 709.000 Übernachtungen (von 870.000 insgesamt) weist München die höchste messeinduzierte Übernachtungszahl bezogen auf die Stadt auf. Auf etwas geringerem Niveau kommen die Städte Leipzig, Nürnberg, Essen und Stuttgart auf die höchsten Steigerungsraten bei den messeinduzierten Übernachtungszahlen. Diesen Städten gelingt es zunehmend, ein international attraktives Messeprogramm zu etablieren. Im Durchschnitt führt ein Quadratmeter Nettofläche zu 1,1 Übernachtungen (Topwerte: Düsseldorf: 1,51 und Hannover: 1,44).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Fachbesucher ist in den vergangenen vier Jahren mit 1,66 Tagen (2001-2004: 1,68 Tage) nahezu konstant geblieben. In einzelnen Städten wie Frankfurt, Berlin, Nürnberg, Essen und Düsseldorf nahm sie sogar zu. 2008 lag die Aufenthaltsdauer bei den untersuchten Messestandorten bei durchschnittlich 1,58 Übernachtungen. "Ein wesentliches Argument für Investitionen in Messestandorte sind die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Veranstaltungen. Unsere Studie zeigt deutlich, dass zum Beispiel Hotel- und Gaststätten enorm von Messen profitieren", sagt Stoeck.

(Redaktion)


 


 

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