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Landkreis Fürth: Teures Wohnen vor den Toren der Stadt

Gute Infrastruktur und attraktive Arbeitgeber machen den Hauskauf im Landkreis Fürth teuer / In 5 der 14 Gemeinden sind die Angebotspreise für Häuser höher als in Fürth / In der Stadt liegen die Quadratmeterpreise im Durchschnitt bei 2.296 Euro pro Quadratmeter, wie eine Analyse des Immobilienportals immowelt.de zeigt.

Wer im Landkreis Fürth lebt, kann die Idylle und Ruhe des Landlebens genießen und trotzdem von den Vorteilen der benachbarten Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen profitieren. Das macht ein Haus in der Heimat von Playmobil, Bruder-Spielwaren, Faber-Castell-Stiften und Cadolto-Fertighäusern nicht nur begehrt, sondern auch teuer. In 5 der 14 Gemeinden liegen die durchschnittlichen Angebotspreise über denen der Nachbarstadt Fürth (2.296 Euro) – in manchen Gegenden des Landkreises sind es bis zu 300 Euro mehr. Das zeigt eine Analyse von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, bei der alle 2012 und 2013 inserierten Angebote ausgewertet wurden.

Die Angebotspreise stiegen im östlichen Teil des Landkreises – direkt an der Stadtgrenze zu Nürnberg – innerhalb eines Jahres um bis zu 10 Prozent: In Oberasbach zahlten Immobilienkäufer 2013 im Durchschnitt 2.354 Euro pro Quadratmeter, in Zirndorf 2.351 Euro. Beide Kleinstädte liegen damit über dem Preisniveau von Fürth.

Immer weitere Neubaugebiete
Der Run auf Immobilien vor den Großstadttoren ist ungebrochen, Angebote in neu ausgewiesenen Baugebieten sind schnell vergriffen. Die Bewohner des Landkreises Fürth können es sich wohl leisten: Sie haben mit 23.328 Euro pro Jahr eine höhere Kaufkraft als die Fürther (22.598 Euro) und die Nürnberger (21.679 Euro).

Besonders hoch im Kurs stehen Häuser im nördlichen Landkreis, der an Herzogenaurach grenzt. Wer in der Nachbarschaft von Adidas, Puma und Schaeffler wohnen und mit dem Auto schnell auf der A3 und dem Frankenschnellweg sein will, muss dafür tief in die Tasche greifen. In Puschendorf zahlten Hauskäufer im vergangenen Jahr durchschnittlich 2.402 Euro pro Quadratmeter, in Obermichelbach und Tuchenbach sind es sogar noch über 100 Euro mehr.

Das Landleben hat in doppelter Hinsicht seinen Preis
Nicht nur Häuser, auch Eigentumswohnungen sind im Landkreis Fürth teuer: Am meisten kosten sie mit durchschnittlich 2.315 Euro in Zirndorf. Im benachbarten Oberasbach liegen die Angebotspreise für Wohnungen im Schnitt knapp 100 Euro pro Quadratmeter darunter. In Stein zahlen Käufer im Schnitt 1.885 Euro pro Quadratmeter.

Trotz der höheren Preise und der zusätzlichen Kosten für Pendler sind die Immobilien begehrt: „Die Vorteile des Ballungsraums lassen sich im Landkreis Fürth mit der Qualität des Landlebens kombinieren. Das macht die Lage so attraktiv“, erklärt Immowelt-Vorstand Carsten Schlabritz den Run. Ein weiterer Bonus : Ein Großteil des Kreises ist durch den VGN inzwischen gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Das Regional- und S-Bahnnetz wuchs in den letzten Jahren ständig.

Datenbasis für die Berechnung der Durchschnittspreise im Landkreis und in der Stadt Fürth waren 6.700 auf immowelt.de inserierte Angebote. Verglichen wurden die Jahre 2012 und 2013, die Kaufpreise sind Angebots-, keine Abschlusspreise.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Harvey
30.01.14 11:57 Uhr
Angebotspreis ungleich Kaufpreis

In der Tendenz mögen die dargestellten Unterschiede stimmen. Aber die ermittelten qm-Preise beruhen eben nur auf Angebotspreisen und nicht auf real gezahlten Preisen. Nur die wirklich gezahlten Kaufpreise können aber zur Ermittlung wirklicher durchschnittlicher Quadratmeterpreise herangezogen werden, wie es beispielsweise die kommunalen Gutachterausschüsse der Kommunen tun, die Zugriff auf die Zahlen haben.

 

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