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75 +1 Jahr Wöhrl: Erfolgreiche Symbiose von Innovation und Tradition

Vergangenen Montag begeisterte der Vorstand eines Nürnberger Traditionsunternehmens Marketeers aus der Region mit einem Vortrag, in dem jede Menge Stoff war. Gerhard Kränzle, Vorstand Einkauf und Vertrieb Rudolf Wöhrl AG, schilderte, wie er die Marketing-Geschicke eines Unternehmens führt, dessen Erfolgsrezept Tradition und Innovation gleichermaßen sind.

Und so bleibt vor allem dem Nachwuchs von Marketing-verantwortlichen dieser Satz von Gerhard Kränzle im Ohr zurück, der sich kurzum als „Evolution statt Revolution“ zusammenfassen lässt: „Erst wenn wir positive Erfahrungen mit einem Projekt gemacht haben, können wir ein neues beginnen.“ Wie bei kaum einem anderen Vortrag in diesem Jahr, lebten die rund 90 Minuten von den persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen, die Gerhard Kränzle mit den rund 80 Besuchern teilte.

In einem für die Textilbranche schwierigen Klima gilt es, eine klare Führung der Kollektionen zu gewährleisten und die Klaviatur der Marketing-Instrumente sicher zu spielen. So demonstrierte Gerhard Kränzle zu Beginn seines Vortrags die Kundenbindungsmaßnahmen, die in die Assoziation mit der Marke mit dem Kopf einzahlen. „Mit unserer Stylecard erreichen wir 1,2 Millionen Kontakte. In einem Jahr verzeichnen wir 150.000 neue Anmeldungen. In Zukunft werden wir die Aktivitäten rund um die Stylecard und unser Kundenmagazin mystyle weiter ausbauen. Hierzu zählen beispielweise Freundschaftswerbung, Gewinnspiele, Newsletter und Happy-Hour-Shopping.“

Nach der Pflicht kam die Kür: Der Vorstand des Textilunternehmens setzte sich auch kritisch mit der bisherigen Marketing-Strategie und Zielgruppen-Definition auseinander. Das Phänomen der hybriden Käufer verlangt nach innovativen Kommunikationsstrategien. Weg von rein soziodemographischen Kategorien, hin zu Einteilungen, die ein Lebensgefühls transportieren. „Wir haben unsere Kunden in drei Gruppen eingeteilt: Zeitlos gepflegt, Damen und Herren ab 50, moderne Mitte, die 40- bis 70-Jährigen und die klassisch gediegenen über 55. Dieser Einteilung liegen Kaufkraft und Persönlichkeitscharakteristika zugrunde. Somüssen wir mit Hilfe einer Zielgruppenanalyse unsere Kunden wieder besser kennenlernen.“ Nach dem Kennenlernen soll dann auch die Konsolidierung erfolgen. „Wir müssen uns immer die Frage stellen, wie wir uns von anderen Anbietern differenzieren, um dann unsere Spezifika klar herauszustellen und vertreiben zu können.“

Flexibilität und Innovationskraft haben das Unternehmen Wöhrl auch in Sachen moderne Vertriebskanäle erreicht. Mit der Web-Domäne „Herrenkontor.de“ hat der Modespezialist einen Web-Shop gekauft, dessen Name zum einen bereits am Markt etabliert ist und dessen Sortiment und Qualitätsanspruch mit dem des Nürnberger Textilhauses korrespondiert. „Wir wollen den Spagat zwischen der Tradition und den Tugenden eines Familienunternehmens und der Innovationskraft eines modernen Players in der Textilindustrie schaffen.“

Der Ausspruch „Wir gehen zum Wöhrl!“ zeigt: Das Nürnberger Unternehmen ist eine Institution – und das nicht von ungefähr.

Im Anschluss an den Vortrag wurde gemeinsam viel diskutiert, unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht, in neuen Kategorien gedacht. Eine lebendiger Abend im Maketing-Club voller Ideen, Inspirationen und einem Blick hinter die Kulissen.    

(Redaktion)


 


 

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