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N-Ergie

Kartellamt hält Missbrauchsverfahren aufrecht

Das Bundeskartellamt hatte in einem bundesweiten Vergleich teils gravierende Unterschiede beim Gaspreis von bis zu 45 Prozent festgestellt und die Versorger aufgefordert, ihre Kalkulationen zu begründen. Mittlerweile wurden zwei Verfahren eingestellt, bei N-Ergie aus Nürnberg ist der Ausgang jedoch noch völlig offen.

Insgesamt 33 Gasversorger mussten zu den Vorwürfen des Bundeskartellamtes Stellung nehmen, 29 haben nun einem Vergleich zugestimmt. Damit kommen den Kunden noch in dieser Heizperiode Gutschriften oder Preisenkungen in Höhe von 127 Mio. € zugute. Zusätzlich  profitierten die Kunden, weil auch Steuern und Abgaben in zweistelliger Millionenhöhe entfielen, sagte der Präsident des Bundeskartellamts Bernhard Heitzer.

Nach den Worten Heitzers entsprechen die Zugeständnisse etwa dem Betrag, der auch bei förmlichen Verfahren zu erwarten gewesen wäre. In Branchenkreisen hieß es dagegen, die Behörde habe nur einen Teil der ursprünglichen Forderungen durchgesetzt.

Auf scharfe Kritik stieß der Vergleich bei den neuen Anbietern auf dem deutschen Gasmarkt. Der Bundesverband neuer Energieanbieter (BNE) sprach gestern von "staatlich erzwungenen Gaspreissenkungen", die den Wettbewerb einschränkten. Ihre Argumentation: Wenn die Preise der etablierten Versorger durch das Kartellamt gedrückt werden, haben neue Anbieter weniger Chancen, mit billigeren Angeboten in den Markt zu kommen.

(Redaktion)


 


 

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