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Kfz-Versicherung

Kfz-Versicherung: Policen für Frauen um bis zu 20 Prozent günstiger als für Männer

Das klassische Bild der Rollenverteilung hinter dem Steuer kommt immer mehr ins Wanken. Nach der neuesten Umfrage der Prüforganisation Dekra glauben nur noch 25 Prozent der Deutschen, dass Männer die besseren Autofahrer seien. Eine noch deutlichere Sprache sprechen die Verkehrs- und Unfallstatistiken. So gehen heute fast 80 Prozent der im Verkehrszentralregister erfassten Verstöße auf das Konto männlicher Fahrer.

Bei weniger als jedem dritten Unfall ist nach dem „Gender Datenreport“ des Bundesfamilienministeriums der Verursacher weiblich. Dieses unterschiedliche Fahrverhalten spiegelt sich auch in den Prämien der Kfz-Versicherungen wider. Nach Recherchen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) fallen Policen für Frauen bis zu 20 Prozent günstiger aus als für Männer.

 „Wegen des geringeren Unfall- und Schadenrisikos sind Frauen bei den Kfz-Versicherungen in der Regel beliebter als Männer“, erklärt Versicherungsexperte Thorsten Bohg von toptarif.de (www.toptarif.de). „Gerade bei weiblichen Fahranfängerinnen sind die Policen oft wesentlich preiswerter als bei ihren männlichen Pendants.“

So zahlt beispielsweise ein 23-jähriger Student mit einem VW Polo, der zwei Jahre unfallfrei gefahren ist, beim größten deutschen Kfz-Versicherer Allianz 1.120 Euro für Kfz-Haftpflicht und Teilkasko. Für die Studentin werden bei gleichen Voraussetzungen hingegen nur 1.026 Euro bzw. 8,4 Prozent weniger fällig. Bei den günstigsten Anbietern am Markt gehen die Preise noch weiter auseinander. Während sich die Studentin bei der ineas für 499 Euro im Jahr versichern kann, liegt das günstigste Angebot für den Studenten bei der BavariaDirekt mit jährlich 593 Euro fast 20 Prozent höher. „Auch bei anderen Fahrerprofilen – vom Single über die Familie bis hin zu den Senioren – haben Autofahrerinnen bei den preiswertesten Angeboten mit durchschnittlich 3,5 Prozent Kostenvorteil die Nase vorn“, macht Bohg deutlich.

Ein weiterer Tiefschlag für die männliche Autofahrergemeinde: Bei größeren und leistungsstärkeren Fahrzeugen steigt der Kostenvorteil für Frauen in der Kfz-Versicherung. „Je höher das relative Unfall- und Schadenrisiko eines Fahrzeugs eingestuft wird, das die Versicherer über die Typ- und Regionalklasse ermitteln, desto tiefer müssen vor allem Männer in die Tasche greifen“, so Bohg. In der Regel steigt das ermittelte Risiko mit der Leistung des Fahrzeugs. Während beispielsweise Familienmütter und –väter beim Opel Astra Caravan im günstigsten Angebot um 6,6 Prozent auseinander liegen, steigt der Unterschied beim höher eingestuften Kia Sorento auf 7,9 Prozent.

Mit Blick auf die kommende Wechselsaison in der Kfz-Versicherung kann es somit gerade für Paare und Familien sinnvoll sein, zu überprüfen, inwieweit sich die Übertragung der Kfz-Versicherung auf die Frau lohnt. „Da neben dem Geschlecht auch noch zahlreiche weitere Faktoren einen Einfluss auf die Höhe der Kfz-Police haben, ist ein Versicherungsvergleich, z.B. bei Vergleichsportalen im Internet, ratsam“, empfiehlt Bohg.

(Redaktion)


 


 

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